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Europäische Woche der Nachhaltigkeit 2015

Erste Europäische Nachhaltigkeitswoche – ein voller Erfolg

Nachhaltigkeit ist bunt, macht Spaß und bietet die Möglichkeit, sich vielfältig zu engagieren. Das zeigt einmal mehr die erste "Europäische Nachhaltigkeitswoche", die vom 30. Mai bis 5. Juni 2015 stattfand. Menschen in ganz Europa ergriffen die Chance, dies auf vielfältige Art und Weise zu beweisen und zu erleben. Als deutscher Beitrag wurden parallel dazu Aktionstage zur Nachhaltigkeit veranstaltet, an denen sich auch das Bundesumweltministerium (BMUB) mit einem Social-Media-Special beteiligte. Mit dem Hashtag #ESDW wurde in den Sozialen Medien darüber erzählt.

 

Nationale Aktionstage und -wochen zur Nachhaltigkeit gibt es in Deutschland seit 2012. Die Europäische Nachhaltigkeitswoche brachte dem Thema nochmals deutlich mehr Auftrieb. Während in den vergangenen Jahren immer ungefähr 250 bis 300 Projekte stattfanden, konnten diesmal über 1200 Aktionen in Deutschland verzeichnet werden. Auf europäischer Ebene waren es insgesamt sogar über 4000 Aktionen in 29 Ländern. Grund für diesen Erfolg ist neben der europäischen Dimension auch die Einbeziehung regionaler Aktionen, wie der Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg, die wegen der Pfingstferien dort am 12. und 13. Juni durchgeführt wurden.

 

Es zeigt sich, dass die Menschen das Thema "Nachhaltigkeit" als hochaktuell und wichtig wahrnehmen, für sich vielfältige Wege finden, nachhaltiger zu leben und dies auch miteinander teilen und diskutieren. Dies kann und wird der Politik als Beispiel dienen. Ein starkes Signal auf dem Weg zu den neuen internationalen Nachhaltigkeitszielen, die auf dem Post 2015-Gipfel der Vereinten Nationen im September 2015 beschlossen werden sollen.

Neue Ziele für eine nachhaltigere Entwicklung weltweit: Die 2030-Agenda (ehemals Post 2015-Agenda)

Screenshot

30. Mai | Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Dichter Urwald

Biologische Vielfalt - die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, die genetische Variabilität innerhalb der Arten und die Vielfalt der Ökosysteme - hat einen unschätzbaren Wert. Sie erbringt ökologische Leistungen, die uns und zukünftigen Generationen die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung ermöglicht. Somit ist die biologische Vielfalt für eine nachhaltige Entwicklung und das menschliche Wohlergehen unverzichtbar. 

Das Bundesumweltministerium (BMUB) unterstützt im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) die Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dabei liefern die Projekte der IKI wertvolle Lösungen beim Umgang mit den zahlreichen Herausforderungen, mit denen Ökosysteme und die Menschen, die direkt von ihren Leistungen abhängen, konfrontiert sind.

Der Film "Biologische Vielfalt - Gemeinsam Verantwortung tragen" beschreibt das Engagement des BMUB – bisherige Erfolge und zukünftige Ziele. Er zeigt die Herausforderungen und einige Beispiele für Lösungsansätze.

Weitere vorbildliche Maßnahmen für den Schutz der biologischen Vielfalt in Schwellen- und Entwicklungsländern werden durch das Medienprojekt des BMUB "Global Nature" veranschaulicht. Durchgeführt von dem deutschen Auslandssender Deutsche Welle TV legt die Filmreihe den Schwerpunkt der Berichterstattung auf Vorhaben, die von der Internationalen Klimaschutzinitiative unterstützt werden.

Reportage "Biologische Vielfalt - Gemeinsam Verantwortung tragen"
Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)
Twitter-Account der Internationalen Klimaschutzinitiative

31. Mai | NAJU-Projekt "Trashbusters"

Eine rote Plastiktüte im Zentrum, dahinter ein Mädchen

Müll ist Ressourcenverschwendung und damit das Gegenteil von Nachhaltigkeit. Mit dem Projekt "Trashbusters" will die Naturschutzjugend (NAJU) junge Menschen für das Thema  Abfallvermeidung und Ressourcenschonung sensibilisieren und zeigen, dass Müll gar nicht erst entstehen muss. Unter den Slogans "Rettet die Welt vor dem Müllmonster" und "Besiegt die Plastiktüte" sollen sich junge Menschen im Alter von 13 bis 17 Jahren aktiv mit der Müll-Problematik auseinandersetzen, Müll vermeiden lernen und Menschen in ihrem Umfeld davon überzeugen: "Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht". Das Bundesumweltministerium unterstützt dieses Projekt über die Verbändeförderung. 


Youtube: "Trashbusters - Die Mülljäger"

1. Juni | ESF-Programm BBNE

Hausfassade mit geöffneten Fenstern. Darin sind Handwerker zugange.

Schon heute arbeiten 1,5 Millionen Beschäftigte in klar definierten umweltbezogenen Leitmärkten. Außerdem setzen sich mehr als 800 000 Beschäftigte an 1900 deutschen Standorten mit einem EMAS-Umweltmanagementsystem für die beständige Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes ein.

Die Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise beinhaltet klima- und ressourcenschonende Prozesse, die häufig auch zu veränderten Arbeitsabläufen führen. Berufsbilder und Anforderungsprofile verändern sich ebenso wie die Anforderungen an Qualifikationen und Kompetenzen. Hieraus erwachsen neue Herausforderungen und Aufgaben für Bildung, Ausbildung und das lebenslange Lernen. Das Bundesumweltministerium (BMUB) beteiligt sich vor diesem Hintergrund am Europäischen Sozialfonds (ESF) mit dem Programm "Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern. Über grüne Schlüsselkompetenzen zu klima- und ressourcenschonendem Handeln im Beruf (BBNE)". Im Fokus stehen die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen in den Handlungsfeldern "Gewerkeübergreifende Qualifizierung in der energetischen Gebäudesanierung" und "Jeder Job ist grün – Zugänge und Handlungsmöglichkeiten".

 

Neues ESF-Bundesprogramm gestartet
Einblicke in eine Wachstumsbranche: www.greentech-made-in-Germany.de
EMAS-Umweltmanagementsystem www.emas.de

2. Juni | Umweltinnovationsprogramm (UIP)

Holzteile und Sägespäne

Mit dem Umweltinnovationsprogramm (UIP) fördert das BMUB seit 1979 die erstmalige, großtechnische Anwendung innovativer Technologien mit Umweltentlastungspotenzial.

Die Vorhaben entwickeln den Stand der Technik weiter und zeigen anderen Unternehmen der gleichen Branche oder sogar branchenübergreifend auf, wie neue technologische Verfahren zum Schutz der Umwelt genutzt und kombiniert werden können. Es wird gezeigt, dass Ökologie und Ökonomie in der industriellen Produktion keine Gegensätze sind. Um zielgerichtet neue Impulse in der Umweltpolitik zu setzen, werden anlassbezogen Förderinitiativen oder Förderschwerpunkte ausgerufen. Der aktuelle Förderschwerpunkt ist Materialeffizienz in der Produktion. Ein effizienter Materialeinsatz in der Produktion kann gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen sowie zur Wirtschaftlichkeit von Produktionsabläufen leisten.


www.umweltinnovationsprogramm.de

2. Juni | Lasten auf die Räder

Ein großes weißes Transportfahrrad im Stadtverkehr

Auch und gerade in den Städten wollen alle Menschen versorgt sein. Doch mit dem dafür notwendigen Lieferverkehr gehen auch Belastungen für Mensch und Umwelt einher. Schadstoffe, Lärm und Klimagasemissionen können durch den Einsatz von Elektro-/Lastenrädern reduziert werden. Eine aktuelle Studie geht davon aus, dass 51 Prozent aller motorisierten Transporte in europäischen Städten mit geeigneten Fahrrädern beziehungsweise Lastenrädern erledigt werden könnten – von der Medikamentenlieferung der Apotheke bis zur voll beladenen Europalette. Bis zu 300 Kilogramm Gesamtgewicht lassen sich mit den aktuellen Lastenrädern bewegen. Bis zu 85 Prozent der Autokurierfahrten könnten sich im innerstädtischen Raum durch Elektro-Lastenräder ersetzen lassen und somit eine deutliche Emissionsreduktion erzielen. 

Alles gute Gründe für das BMUB entsprechende Vorhaben zu fördern. So werden die Projekte "Ich ersetze ein Auto" und "Lasten auf die Räder!" des Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD), das sich mit Informationen zu Einsatzbereichen, Fahrzeugmodellen und Fördermöglichkeiten an Unternehmen, Kommunen und Verbraucher richtet, gefördert. 

"Ich ersetze ein Auto"
"Lasten auf die Räder!"

3. Juni | Nachhaltigkeit im Dialog

Der Staatssekretär spricht vor einer Klasse

Staatssekretär Jochen Flasbarth besuchte am 3. Juni 2015 die Peter-Lenné-Schule in Steglitz-Zehlendorf. Die Schule ist ein Berliner Oberstufenzentrum und die größte Agrarschule Deutschlands. Aus Anlass der Europäischen Nachhaltigkeitswoche und den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit diskutierte er mit circa 40 Schülerinnen und Schülern unter anderem über nachhaltige Energieversorgung, den Schutz der Gewässer und Bodenschutz. 


Besuch der Peter-Lenné-Schule in Berlin

4. Juni | Projekt "Chancen für den Altbau"

Fassaden zweier Altbauten, eins der Häuser ist saniert, das andere nicht
©iStock.com/ralfgoschralfgosch
Stadt Naumburg/Saale, Marienstraße 22 vor der Sanierung. Sanierungsbedürftiges Haus mit Banner: Dieses Haus will Leben.
© BMUB

Für viele leer stehende Altbauten gibt es scheinbar keine Perspektive. Sie sind oft seit Jahren ungenutzt; manche Altbauten sogar seit Jahrzehnten. Und doch können mit Leidenschaft und unkonventionellen Ideen auch solche Gebäude wieder in eine Nutzung überführt werden. Dies zeigen die Beispiele in dieser Publikation. 

Die Broschüre "Chancen für den Altbau – Gute Beispiele im Stadtumbau Ost" macht Mut, unsanierte, leer stehende Altbauten anzupacken, und zwar bundesweit. Wie kann die Bereitschaft bei alten und neuen Eigentümern geweckt werden, Leben in ein Haus zu bringen, das "Geschichte atmet"? Die Nutzung von Altbauten hilft bei der Innenentwicklung und Reduzierung des Flächenverbrauchs. Altbauaktivierung ist damit eine wirksame Strategie nachhaltiger Stadtentwicklung.


Publikation herunterladen

5. Juni | Umweltbundesamt - Haus 2019

Ansicht eines hölzernen Bürogebäudes mit Grünanlagen davor

Nachhaltigkeit in konkretes Verwaltungshandeln umzusetzen, ist eine Grundanforderung an die Bundesverwaltung. Dies gilt in besonderer Weise für den Bau und Betrieb von Bundesgebäuden, die durch ihre Vorbildwirkung für zukunftsfähiges Bauen und Baukultur stets im Fokus des öffentlichen Interesses stehen. Vor über einem Jahrzehnt hat der Bund bereits einen "Leitfaden Nachhaltiges Bauen" als verbindliche Orientierung für seine Baumaßnahmen eingeführt. 2011 wurde diese Handlungsanleitung mit rund 50 mess- und bewertbaren Kriterien unterlegt, die möglichst umfassend das Verständnis von gebauter Nachhaltigkeit transparent und nachvollziehbar ausweisen. Das im Mai 2013 fertigstellte Verwaltungsgebäude des Umweltbundesamtes in Berlin-Marienfelde ("Haus 2019") ist das erste Gebäude des Bundes, bei dem von Beginn an über die hohen Anforderungen an klimaschonendes und ressourceneffizientes Bauen hinaus Nachhaltigkeit in seiner ganzen Breite geplant, gebaut und mit einem Gold-Zertifikat nach dem Bewertungssystem "Nachhaltiges Bauen" des Bundes (BNB) ausgezeichnet werden konnte. Nach dem ersten Jahr des Monitorings zeigt sich, dass die hohen Ziele erreicht werden und das Gebäude sogar mit einer positiven Energiebilanz abschließt.

Leitfaden "Nachhaltiges Bauen"
Hintergrundseite des Umweltbundesamtes zum "Haus 2019"

5. Juni | Deutsche Umwelthilfe (DUH)

Kinderhände im Garten, die gerade gemeinsam etwas einpflanzen.
© Maruquina/Wikimedia, CC-BY-SA 4.0
Coverfoto zeigt einen urbanen Garten
© DUH

Umweltgerechtigkeit ist ein wichtiger Teil von Nachhaltigkeit. Der Fokus des Projektes der Deutschen Umwelthilfe (DUH) "Gemeinsam handeln für Umweltgerechtigkeit" liegt auf der Vernetzung von Verbänden und zivilgesellschaftlichen Akteuren, um Strategien für eine gesteigerte ökologische und ökonomische Gerechtigkeit und Teilhabe einkommensschwacher Bürgerinnen und Bürger an einer intakten Umwelt und gesunden Natur zu erarbeiten. Im Idealfall setzt das Projekt dafür positive Impulse auf politischer Ebene. Es befasst sich unter anderem mit den Themenschwerpunkten Grün im Stadtquartier, Energiegerechtigkeit (Energiearmut und energetische Sanierung), Lärmschutz und Verkehr sowie städtische Entwicklung mit einer weitestgehend umweltbedingten Mehrfachentlastung.


Projektbeschreibung auf der Internetseite der DUH

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Kurzlink: www.bmub.bund.de/p3916