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Nachhaltigkeit im Dialog

Einführung

Die Verständigung der Bundesregierung, sowohl mit den Ländern und Kommunen, als auch mit allen gesellschaftlichen Gruppen, ist für einen transparenten und demokratischen Nachhaltigkeitsprozess von entscheidender Bedeutung. Eine nachhaltige Entwicklung lässt sich nicht staatlich verordnen; sie lässt sich nur erreichen, wenn Bürgerinnen und Bürger, die politisch Verantwortlichen auf allen staatlichen Ebenen, Wirtschaft, Gewerkschaften und Kirchen sich in ihrem Verantwortungsbereich und ihrem Handeln dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet fühlen. Nachhaltigkeit braucht den Dialog, auch um die Akzeptanz dieses Leitbildes bei allen Beteiligten zu erhöhen.

Dialog mit der Bevölkerung

Vor diesem Hintergrund diskutiert die Bundesregierung seit dem Jahr 2002 die nationale Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Weiterentwicklung sowie die zugehörigen Fortschrittsberichte im Dialog mit den gesellschaftlichen Gruppen und einzelnen Bürgerinnen und Bürgern. Eckpunkte und erste Entwürfe der Strategie, die so genannten Fortschrittsberichte, werden für den öffentlichen Dialog im Internet veröffentlicht.

Fortschrittsbericht 2008 "Für ein nachhaltiges Deutschland"

Die Erarbeitung des Fortschrittsberichts 2008 wurde erstmals von einem umfassenden Konsultationsprozess begleitet. In einer ersten Phase von November 2007 bis Januar 2008 waren Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Institutionen eingeladen, ihre Ideen und Vorstellungen zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie einzubringen. In der zweiten Phase von Mai bis Juni 208 erfolgte die Konsultation anhand des vorgelegten Entwurfs des Fortschrittsberichts. Die eingegangenen Stellungnahmen wurden den Fachministerien zugeleitet und in die Arbeit einbezogen.

Fortschrittsbericht 2008 "Für ein nachhaltiges Deutschland" (PDF extern, 3,05 MB)

Dokumentation "Wie wollen wir morgen leben?" – Stimmen der Öffentlichkeit zum Fortschrittsbericht 2008 (PDF extern, 1 MB)

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Fortschrittsbericht 2012 "Nationale Nachhaltigkeitsstrategie"

Für den Fortschrittsberichts 2012 setzte die Bundesregierung auf eine möglichst frühe und breite Beteiligung der Bevölkerung. In der ersten Beteiligungsphase von September bis November 2010 wurde eine offene Debatte zu allen wichtigen Themen der Nachhaltigkeitspolitik geführt. Anregungen der Bürgerinnen und Bürger flossen in den Entwurf des Fortschrittsberichts ein.

In der zweiten Dialogphase von Juni bis September 2011 konnte der Entwurf des Fortschrittsberichts diskutiert und bewertet werden. In einer Dialogveranstaltung im Bundeskanzleramt konnten sich Verbände und Organisationen zudem direkt äußern. Die Anregungen und Vorschläge aus dieser letzten Dialogphase gaben wertvolle Hinweise für die Endfassung.

Der Bericht wurde am 15. Februar 2012 veröffentlicht, rechtzeitig vor der Konferenz der Vereinten Nationen anlässlich des 20. Jahrestages der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro.

Fortschrittsbericht 2012 "Nationale Nachhaltigkeitsstrategie" (PDF extern, 4,8 MB) - Auswertungsbericht

Bürgerdialog "Nachhaltigkeit" Dialogphase 1 (PDF extern, 5,2 MB) - Auswertungsbericht

Bürgerdialog "Nachhaltigkeit" Dialogphase 2 (PDF extern, 3 MB)

Fortschrittsbericht 2016: Globale Nachhaltigkeitsziele – nationale Verantwortung

Die Bundesregierung führt seit dem 29. Oktober 2015 den bundesweiten Dialog zur Weiterentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 2016. Die Weiterentwicklung steht im Zeichen der 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung, die die Vereinten Nationen Ende September 2015 in New York verabschiedet haben. Damit sollen die großen globalen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung angegangen werden – unter anderem Hunger, Armut, fehlende Bildung, Umwelt- und Klimaschutz. Die Ziele richten sich an alle Staaten. Deshalb ergeben sich die Fragen:

Wie können die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele auf nationaler Ebene umgesetzt werden? Was muss in Deutschland geschehen, um die nachhaltige Entwicklung weiter voranzubringen?

Im Dialog will die Bundesregierung diese und andere Fragen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern und Fachkreisen diskutieren und anschließend die nationale Nachhaltigkeitsstrategie fortschreiben. Nach der Auftaktkonferenz in Berlin finden dazu in vier Städten weitere regionale Dialogveranstaltungen statt: am 25. November 2015 in Dresden; am 11. Dezember 2015 in Stuttgart; am 19. Januar 2016 in Bonn und am 11. Februar 2016 in Hamburg.

Themen der Diskussion in den Workshops sind unter anderem:

  1. Neue Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung (Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in und durch Deutschland)
  2. Nachhaltigkeit "made in Germany" (nachhaltiges Wirtschaften)
  3. Alltag trifft Nachhaltigkeit (nachhaltiger Konsum)
  4. Nachhaltige Stadtentwicklung und Infrastruktur
  5. Nachhaltigkeit und präventive Armutsvermeidung

Global, national, lokal - Herausforderung vertikale Integration (Rolle der Länder und Kommunen bei der Umsetzung der Agenda).

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Dialoge des BMUB

Bereits in der Vergangenheit war das Bundesumweltministerium im Dialogprozess zur weiteren nachhaltigen Entwicklung aktiv, etwa im März 2004 mit der Konferenz "Nationale Nachhaltigkeitsstrategie - Wie lässt sich das umweltpolitische Profil schärfen?". Mit Veranstaltungen zu "Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum" fanden 2005 und 2006 nationale und internationale Diskussionen über die Konzeption einer integrierten produktbezogenen Umweltpolitik und nachhaltiger Konsumweisen statt. 

Auch den Konsultationsprozess zum Fortschrittsbericht 2008 nutzte das Bundesumweltministerium für eigene Aktivitäten, sowohl um die Umweltthemen in der Nachhaltigkeitsstrategie zu stärken, als auch die Nachhaltigkeitsperspektive stärker im Bewusstsein der umweltinteressierten Bürgerinnen und Bürger zu verankern. So veranstaltete das BMU eine Verbändekonferenz zu umweltbezogenen Themen des Fortschrittsberichts 2008. Vertreterinnen und Vertreter von Umweltverbänden hatten hier Gelegenheit, sich direkt mit den Fachreferaten des BMU über Themen wie Klima und Energie, Flächenverbrauch oder Mobilität im Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 2008 auszutauschen.

www.mitreden-u.de

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung am Fortschrittsbericht 2012 bot das Bundesumweltministerium im Februar / März 2010 einen öffentlichen Online-Dialog an. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger konnten mitteilen, welche Umweltthemen mehr Aufmerksamkeit brauchen und wo besonderer Handlungsbedarf gesehen wird. Die daraus resultierenden Top-Themen wurden in Workshops in Berlin mit Bürgerinnen und Bürgern und Experten des Bundesministeriums diskutiert.

www.nachhaltigkeits-check.de

Das Bundesumweltministerium unterstützt Umweltverbände bei ihren Bestrebungen, den Nachhaltigkeitsgedanken weiter zu verbreiten und die Nachhaltigkeitsstrategie weiter zu entwickeln.

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Zuletzt geändert: 05.01.2016