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Stand: 09.01.2014

Nachhaltigkeit als Integrationsaufgabe

Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung hat eine Entwicklung zum Ziel, die ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig ist. Das heißt: Wir dürfen heute und hier nicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde und auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Nachhaltigkeit verfolgt einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz: Nur wenn Wechselbeziehungen und Wechselwirkungen aller Nachhaltigkeitsdimensionen umfassend ermittelt, dargestellt und beachtet werden, lassen sich langfristig tragfähige Lösungen für bestehende Probleme und Zielkonflikte finden. Nachhaltigkeit ist somit immer auch eine politische Querschnittsaufgabe, weil sie alle Bereiche unseres Lebens und Wirtschaftens betrifft und miteinander in Beziehung setzen muss. Dadurch, dass uns die Umweltressourcen nur begrenzt zur Verfügung stehen, ist der Erhalt der Tragfähigkeit der Erde die absolute äußere Grenze; in diesem Rahmen ist die Verwirklichung der verschiedenen politischen Ziele zu optimieren.

Die ökologische Dimension der Nachhaltigkeitsstrategie

Umweltpolitik ist praktizierte Nachhaltigkeit, denn das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung erfordert nicht nur ökologische Ziele zu verfolgen, sondern auch die wirtschaftlichen und sozialen Belange in die Umweltpolitik einfließen zu lassen. Doch Nachhaltigkeit betrifft nicht nur die Umweltpolitik sondern alle Politikbereiche. Auch die anderen Politikbereiche sind aufgefordert, ihre politischen Entscheidungen unter ökologischen Gesichtspunkten zu überdenken.

Seit der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 2002, und in den Fortschrittsberichten 2004, 2005, 2008 und 2012 zeigte die Bundesregierung anhand jeweils aktueller Themen, wie sie ihre Nachhaltigkeitspolitik gemeinsam mit den weiteren Akteuren einer nachhaltigen Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft gestaltet. Eine Reihe dieser Themen hatten einen klaren ökologischen Bezug. Ob Klimaschutz und Energiepolitik, biologische Vielfalt, nachhaltige Mobilität und alternative Kraftstoffe, Umwelt, Gesundheit und Ernährung, die Verminderung des Flächenverbrauchs oder auch eine nachhaltige Rohstoffwirtschaft.

Es zeichnet die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie aus, dass sie von den vorhandenen Problemen wie dem Klimawandel, der Zersiedelung der Landschaft, dem Verlust biologischer Vielfalt, der Rohstoffnutzung oder dem demographischen Wandel ausgeht und danach fragt, welche Maßnahmen notwendig sind, um diese Probleme zu bewältigen und dabei die langfristigen Auswirkungen auf ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zu berücksichtigen. Auf diese Weise bietet das Konzept der Nachhaltigkeit einen guten Ansatzpunkt, um den Umweltschutz in andere Politikfelder zu integrieren.

Ein umweltverträglicher Strukturwandel

Politikintegration, etwa die Verknüpfung von Ökonomie und Ökologie, von wirtschaftlichen und sozialen Anliegen mit Umweltschutzanforderungen ist Kern einer erfolgreichen Strategie der ökologischen Modernisierung unserer Industriegesellschaft. Wir können weder ökologische Fortschritte ohne wirtschaftlichen Erfolg erreichen, noch nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum ohne den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.

Nachhaltige Entwicklung bietet große Chancen für neue, innovative Produkte, Dienstleistungen und Verfahren, für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und ein größeres Maß an Lebensqualität. Die weltweite Nachfrage nach umweltschonenden Gütern, Verfahren und Dienstleistungen wird weiter steigen.

Memorandum: Ökologische Industriepolitik

Nachhaltige Produktionsweisen erfordern, dass Produkte, Verfahren und Dienstleistungen der Zukunft mit einem möglichst geringen Einsatz von Energie, Rohstoffen und Fläche sowie mit möglichst wenig Emissionen und Abfall einhergehen. Das betrifft sowohl das Herstellungsverfahren von Produkten als auch die Produkte selbst. Nachhaltiger Konsum setzt voraus, dass die umweltbewusste Verbraucherin und der umweltbewusste Verbraucher nicht nur umweltgerechte Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in Anspruch nimmt, sondern auch selbst bei Erwerb, Gebrauch und Entsorgung in umweltgerechter Weise verfährt.

Weitere Informationen: www.dialogprozess-konsum.de

Wirtschaftliche Ungleichheit führt oft genug dazu, dass Menschen ungleich von Umweltverschmutzung betroffen sind. Eine gute Umwelt und der Erhalt des Lebensstandards dürfen nicht zum Luxusgut werden, das sich immer weniger Menschen leisten können. Eine innovationsorientierte Umweltpolitik, die auf die Reduzierung der Umweltbelastungen zielt und auf erneuerbare Energien sowie auf Energie- und Ressourceneffizienz setzt, trägt zu sozialer Integration und zu mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft bei.

Weitere Informationen zur Ökologischen Gerechtigkeit:
www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/soziale-aspekte-des-umweltschutzesoekologische

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