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Altholz

Altholz fällt in Deutschland als Holzfraktion in gewerblichen Siedlungsabfällen, u. a. aus der Holz be- und verarbeitenden Industrie – Industrierestholz, Bau- und Abbruchabfällen, Hausmüll und Sperrmüll – Gebrauchtholz – an. Im Jahr 2013 wurden rund 7,6 Millionen Tonnen Altholz verarbeitet, davon etwa 6,1 Millionen Tonnen energetisch in Großfeuerungsanlagen und 1,5 Millionen Tonnen zur Herstellung von Spanplatten stofflich verwertet.

Zur energetischen Verwertung werden gegenwärtig in Deutschland rund 80 Altholzkraftwerke mit einer installierten Leistung von rund 800 MW elektrisch betrieben, die seit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2000 und dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz gefördert werden. Die stoffliche Verwertung findet fast ausschließlich im Bereich der Holzwerkstoffindustrie bei der Produktion von Spanplatten statt. Ein geringer Teil des Anfallenden Altholzes wird exportiert.

Altholz ist prädestiniert für eine Kaskadennutzung energetisch-stofflich. Diese findet jedoch immer noch nur in unzureichender Form statt. In Umsetzung der fünfstufigen Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes stellt das Recycling zwar eine höherwertigere Hierarchiestufe der Abfallverwertung als die energetische Verwertung dar, diese wird jedoch durch das EEG gefördert und insofern das Verhältnis zu Ungunsten des Recyclings beeinflusst. Die rechtlichen Anforderungen an die Verwertung und die Beseitigung von Altholz sind neben den allgemeinen Anforderungen des Kreislauwirtschaftsgesetzes von 2012 in der Altholzverordnung aus dem Jahr 2002 geregelt.

Zuletzt geändert: 06.12.2016

Weitere Informationen

Altholzverordnung - AltholzV