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Elektro- und Elektronik-Altgeräte

Elektro- und Elektronikgeräte sind eine breit gefächerte und sehr dynamische Produktgruppe, die einerseits durch immer kürzer werdende Lebenszyklen und steigende Verkaufszahlen und andererseits durch eine lange Lebensdauer und hohe Wertstoffgehalte gekennzeichnet ist. Durchschnittlich 720.000 Tonnen Altgeräte pro Jahr sind in den letzten acht Jahren alleine in privaten Haushalten in Deutschland angefallen. Die ausgesonderten Altgeräte gehören den verschiedensten Kategorien an wie z. B. 

  • Haushaltsgroßgeräte (auch weiße Ware genannt): z. B. Waschmaschinen, Kühl- und Gefrierschränke, Herde;
  • Haushaltskleingeräte (ebenfalls zur weißen Ware zählend): z. B. Staubsauger, Kaffeemaschinen, Mikrowellen;
  • Informations- und Kommunikationstechnik-Geräte: z. B. Computer, Monitore, Drucker, Handys, Telefone;
  • Unterhaltungselektronik-Geräte (auch braune Ware genannt): z. B. Fernseher, Videorecorder, Digitalkameras;
  • Gasentladungslampen. 

Elektro- und Elektronikgeräte enthalten eine Vielzahl von Stoffen und Materialien. Werden Elektro- und Elektronik-Altgeräte (EAG) nicht sachgerecht, d. h. z. B. über den Hausmüll entsorgt, kann es aufgrund der zum Teil noch enthaltenen Schadstoffe zu Umweltrisiken kommen. Neben Schadstoffen wie Schwermetallen und FCKW enthalten EAG aber auch eine Reihe von Wertstoffen, die es zurückzugewinnen und somit im Kreislauf zu führen gilt. Dadurch können Primärrohstoffe (und damit deren aufwändige Gewinnung) ersetzt und ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen geleistet werden.

Um diese Ziele erreichen zu können, legt in Deutschland das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz – ElektroG) in Umsetzung der Richtlinie 2012/19/EU über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (sog. WEEE) konkrete Pflichten für alle relevanten Akteure (Hersteller, Handel, Kommunen, Besitzer, Entsorger) fest. Durch Abfallvermeidung, zumutbare Prüfungen zu Möglichkeiten einer Vorbereitung zur Wiederverwendung ganzer Geräte oder einzelner Bauteile sowie die weitgehende Verwertung von Abfällen soll ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Verringerung der Schadstoffemissionen erzielt werden.

Zuletzt geändert: 23.10.2015

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