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Stand: 01.07.2013

Kurzinfo Hochwasservorsorge

Hochwasservorsorge im Inland

Ursachen:

Hochwasserereignisse gehören zum Naturgeschehen. Sie treten neuerdings offensichtlich durch die zunehmende globale Erwärmung der Erdoberfläche häufiger auf. Schäden, die durch Hochwasser entstehen, können stets auf menschliches Handeln zurückgeführt werden. Durch Ansiedlungen in den Flusstälern hat sich der Mensch - bewusst oder unbewusst - dem Hochwasserrisiko ausgesetzt.

Inzwischen weiß man, dass Flusskanalisierungen und -begradigungen flussabwärts zu einem negativen Einfluss auf den Hochwasserabfluss führen. Die Verringerung von Überflutungsflächen durch Eindeichungen, die Beschleunigung der Hochwasserwellen durch Verkürzung der Wasserläufe, durch Staustufenbau sowie die noch hinzu kommenden Hochwasserwellen aus den ebenfalls ausgebauten Nebenflüssen haben an den großen Strömen zu einem beträchtlichen Anstieg der Hochwasserpegel geführt. Aber auch kleinräumig kann es zu Hochwassersituationen kommen, wenn es durch die Ausdehnung von Siedlungsflächen, durch intensive Landwirtschaft, geschädigte Wälder in Berglagen oder die Begradigung kleiner Fließgewässer an Wasserrückhalt fehlt.

Vorsorgemaßnahmen:

Schwere Hochwasserschäden, wie z. B. im Januar/Februar 1995 am Rhein, im Sommer 1997 an der Oder, im Frühjahr 1999 in Süddeutschland, im August 2002 an der Elbe sowie im Mai/Juni 2013 haben zu vielfältigen Vorsorgemaßnahmen geführt. Dazu gehören:

  • natürliche Überschwemmungsgebiete von Bebauung freizuhalten oder auch zurück zu gewinnen, z. B. durch Rückverlegung von Deichen zum Lande hin,
  • Bodenverdichtung und -versiegelung zu begrenzen,
  • Niederschläge ortsnah zurückzuhalten und versickern zu lassen,
  • kleine Nebengewässer zu renaturieren.

Für die Durchführung derartiger Maßnahmen sind die Bundesländer oder die Kommunen zuständig.

Wegen des katastrophalen Hochwassers an der Elbe im Sommer 2002 haben Bund und Länder Anfang September 2002 ein ganzes Maßnahmepaket zum besseren Hochwasserschutz erarbeitet. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht das neue Hochwasserschutzgesetz, das nach langen parlamentarischen Beratungen am 10. Mai 2005 in Kraft getreten ist.

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Internationale Zusammenarbeit

Aber auch staatenübergreifend bemüht man sich um Hochwasservorsorge: So hat die Europäische Kommission ein Aktionsprogramm als Reaktion auf die Extremhochwasserereignisse der vergangenen Jahre in vielen europäischen Flussgebieten vorgelegt.

Im Rahmen dieses Programms wurde die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken durch das Europäische Parlament am 25.04.2007 in Zweiter Lesung verabschiedet. Die formale Veröffentlichung der Richtlinie ist am 6. November 2007 im Amtsblatt der Europäischen Union unter der Nummer 2007/60/EG erfolgt. Sie ist am 26. November 2007 in Kraft getreten und knüpft inhaltlich und nun auch vom Namen her an die EG-RL 2000/60/EG, der bekannten Wasserrahmenrichtlinie, an.

Darüber hinaus werden gezielte Hochwasserschutzmaßnahmen in allen internationalen Flusskommissionen (Rhein, Donau, Elbe, Oder, Mosel und Saar sowie Maas) erarbeitet.

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Küstenschutz an Nord- und Ostsee

Über 1800 km Deiche sowie zahlreiche Sperrwerke schützen die Küsten der Nordsee vor Hochwasser und gefährlichen Sturmfluten. Die zu sichernde Ostseeküste beträgt ohne die Bodden- und Haffküsten ca. 700 km. Grundlage für den Küstenschutz bilden auch heute noch die Erkenntnisse aus der verheerenden Sturmflut von 1962. Von 1962 bis 1990 wurden 5,8 Milliarden DM (= 2,97 Mrd. €) in Maßnahmen des Küstenschutzes investiert, wobei sich der Bund seit 1973 mit 3,1 Milliarden DM (= 1,59 Mrd. €) beteiligt hat. Schrittweise werden neue Anforderungen des Natur- und Landschaftsschutzes in die Planung und Durchführung der Baumaßnahmen eingebracht.

Das Eider-Sperrwerk mit seinen 5, jeweils 40 m breiten Sielöffnungen, wurde von 1968 bis 1973 im Mündungstrichter der Eider, etwa 15 km unterhalb von Tönning, errichtet. Es stellt neben dem Sturmflutschutz auch die Vorflut und die Schifffahrt auf der Eider sicher. Eines der wohl augenfälligsten Bauwerke ist das Sielbauwerk. Es besitzt 5 Öffnungen mit jeweils 40 m lichter Durchflussweite. Diese Öffnungen werden durch Pfeiler begrenzt und durch Spannbetonträger überbrückt.

Weitere Informationen zum Eider-Sperrwerk

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