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Aktionshandbuch Nachhaltige Wasserwirtschaft und Lokale Agenda 21

Das Aktionshandbuch Nachhaltige Wasserwirtschaft und Lokale Agenda 21 ist das Ergebnis des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens 200 24 225 des UFOPLAN 2000 "Gewässerschutz im Rahmen des Lokalen Agenda 21-Prozesses - Aktivitäten, Kontakte", das vom Europasekretariat des Internationalen Rates für kommunale Umweltinitiativen (ICLEI) im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt wurde.

Gegenstand des Forschungsvorhabens

Ziel des Vorhabens war es, eine Arbeitshilfen zur besseren Verzahnung von Aktivitäten im Bereich des Gewässerschutzes und solchen im Rahmen lokaler Agenda-21-Prozesse zur Verfügung zu stellen. Es trägt damit zur Vernetzung der Akteure in diesen Bereichen bei und fördert die Behandlung von Wasser-Aspekte in lokalen Agenda-21-Prozessen und unterstützt gleichzeitig Gewässerschutzaktivitäten. Dadurch werden wichtige Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung wie zum Beispiel sektorübergreifende Problemlösung und Dialogorientierung, erfüllt. Entsprechend ist die Philosophie des Handbuchs vor allem Grundlagen- und Erfahrungswissen des einen Bereiches dem jeweils anderen in verständlicher Weise nahe zu bringen. So umfasste das Vorhaben im Wesentlichen 3 Bausteine:

  • Grundbegriffe und Anforderungen der Lokalen Agenda 21 wurden ebenso wie die fachlichen Grundlagen vielfältiger Aspekte der Wasserwirtschaft und des Gewässerschutzes in kurzen einführenden Texten zusammengefasst.
  • Gute Beispiele für im Sinne der Lokalen Agenda 21 durchgeführte Aktivitäten auf Gemeindeebene im Bereich des Gewässerschutzes wurden zu Fallstudien aufbereitet, die neben den durchgeführten Maßnahmen auch die Hintergründe und jeweils angewandten Methoden beleuchten.
  • Hinweise auf die wesentlichen allgemeinverständlichen Publikationen sowie wichtige Institutionen und Organisationen wurden ausgewählt und den jeweiligen Themenbereichen zugeordnet.

Aktionshandbuch "Nachhaltige Wasserwirtschaft und Lokale Agenda 21"

Das Handbuch gliedert sich in einen Einführungs- und einen in 7 Kapitel untergliederten Hauptteil.

Im Einführungsteil werden die zentralen Begriffe Nachhaltigkeit, Lokale Agenda 21 und Wasserwirtschaft erläutert und zusammengeführt zu einer Verknüpfung von Nachhaltiger Wasserwirtschaft und Lokaler Agenda. Die Texte sind kurz gehalten, um ihre Verwendung in Arbeitsgruppen und ähnlicher Akteure auf kommunaler Ebene zu ermöglichen. Grafiken und Infokästen zu ausgewählten Stichworten befriedigen das Informationsbedürfnis mit der Thematik vertrauter LeserInnen, ohne die Verständlichkeit der einführenden Texte zu gefährden.

Jedes der 7 Kapitel im Hauptteil stellt einen Themenbereich nachhaltiger Wasserwirtschaft ausführlich vor und illustriert mögliche Aktivitäten auf kommunaler Ebene anhand ausgewählter Aktionsbeispiele. Folgende Themenbereiche werden behandelt:

  • Wasserverschmutzung
  • Wasserverbrauch
  • Abwassermanagement
  • Gewässer und Landschaft
  • Mit Wasser planen
  • Bewusstseinsbildung
  • WasserWeltWeit

Wieder werden leicht zu lesende Haupttexte ergänzt durch an den Rand gestellte Grafiken, Detailinformationen und weitere Kurzbeispiele. Hinweise auf Publikationen und Kontaktadressen runden jedes Kapitel ab. Die insgesamt 21 ausführlicher dargestellten Aktionsbeispiele repräsentieren einen Querschnitt durch die Bundesrepublik.

Kommunikationshandbuch "Lokale Agenda 21 und Wasser"

Im Anschluss an das Aktionshandbuch "Nachhaltige Wasserwirtschaft und Lokale Agenda 21" wurde im Rahmen des UFOPLAN 2001 das Kommunikationshandbuch "Lokale Agenda 21 und Wasser" im Auftrag des Umweltbundesamtes durch das Institut für sozial - ökologische Forschung und Bildung (ECOLOG) erarbeitet.

Die Umweltkommunikation bietet vielfältige Möglichkeiten auf eine Veränderung von Einstellung, liebgewordenen Gewohnheiten und Verhaltsweisen hinzuwirken. Ziel des Handbuchs ist es Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg zu mehr Engagement im Rahmen der lokalen Agenda 21-Prozesse für den Gewässerschutz und eine nachhaltige Wasserwirtschaft zu bewegen. Ein Schwerpunkt ist dabei die zielgruppengerechte Umweltkommunikation. Gesellschaftliche Veränderungen der letzten Jahrzehnte haben zu einer Ausdifferenzierung der Gesellschaft in bestimmte Lebensstilgruppen (soziale Milieus) geführt. In Deutschland gibt es zehn soziale Milieus. Über diese Gruppen liegt vielfältiges empirisches Material vor, das für die Analyse der Einstellung und Verhaltensweisen der einzelnen Milieus zum Thema Nachhaltigkeit genutzt wurde.

Das Kommunikationshandbuch fasst die Ergebnisse in Nachhaltigkeitsportraits der sozialen Milieus zusammen. Es trifft Aussagen zu folgenden für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und den Gewässerschutz bedeutsamen Bereiche:

  • Ernährung und Esskultur
  • Mobilität
  • Freizeit, Sport und Urlaub
  • Gartennutzung
  • Heimwerken
  • Konsum
  • Waschen und Reinigen
  • Umweltbewusstsein
  • Gesellschaftliches Engagement

Die Informationen zu den einzelnen sozialen Milieus werden ergänzt mit Bausteine für eine zielgruppengerechte Kommunikationsstrategie. Das Kommunikationshandbuch gibt Empfehlungen für kommunikative Zugänge, d.h. geeignete Themen über die umweltbezogene Inhalte transportiert werden können, über Ansprechweisen, Medien und Methoden, Kommunikationsorte und -partner, die die unterschiedlichen Kommunikationsgewohnheiten der einzelnen Milieus berücksichtigen und klarmachen, wer auf welchem Weg erreicht werden kann.

Für die Modell-Kommunen Diepholz und Fürstenwalde wurden auf den Erkenntnissen des Vorhabens aufbauend Kampagnen sowie Aktionen zum Wasserbewusstsein, zur Vermarktung Gewässer schonend produzierter Produkte sowie zur Gewässerrenaturierung geplant. Lokale Akteure aus der kommunalen Politik, Verwaltung, den Umweltinitiativen, der lokalen Agenda-Arbeit sowie Kirchengemeinden und Bildungseinrichtungen waren beteiligt.


Stand: 01.08.2009