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Stand: 01.01.2011

Kurzinfo Meeresumweltschutz

Meeresumweltschutz - Worum geht es?

Meere enthalten 97 Prozent der Weltwasservorkommen. Sie sind reich an biologischer Vielfalt, liefern Rohstoffe, Nahrungsmittel sowie Wirkstoffe für Arzneimittel. Sie halten Energievorräte bereit, dienen als Verkehrswege und bieten wertvollen Erholungsraum. Kurz: Meere besitzen einen immensen - auch wirtschaftlichen - Wert. Sie werden vom Menschen intensiv genutzt, aber häufig nur unzureichend geschützt. Ein eindrücklicher Beweis: die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Aber nicht nur riskante Ölfördermethoden gefährden die Meeresumwelt, sondern auch die Schifffahrt, Überfischung, der Eintrag von Nährstoffen und schwer abbaubaren Substanzen oder Kohlendioxid aus der Luft, das die Meere sauer macht. Es geht darum, das Ökosystem Meer zu schützen und gleichzeitig das Potenzial für seine nachhaltige Nutzung zu sichern. Dies gilt weltweit wie auch besonders für unsere "Hausmeere" Nordsee mit dem ökologisch besonders wertvollen Wattenmeer und Ostsee mit ihren sensiblen Boddengewässern.

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Ziele

Bis zum Jahr 2020 will die Bundesregierung den guten ökologischen Zustand unserer Meeresgewässer in Nord- und Ostsee bewahren oder - soweit erforderlich - erreichen. Dies fordert auch die Europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) aus dem Jahr 2008, die bis 2020 einen "guten" Umweltzustand für alle europäischen Meere realisieren will. Konkret bedeutet das unter anderem:

  • Die biologische Vielfalt soll erhalten werden.
  • Die vom Menschen verursachte Überdüngung (Eutrophierung) soll auf ein Minimum reduziert werden.
  • Aus den Konzentrationen an Schadstoffen soll sich keine Verschmutzungswirkung ergeben.
  • Die Eigenschaften und Mengen der Abfälle im Meer sollen keine schädlichen Auswirkungen auf die Küsten- und Meeresumwelt haben.
  • Die Einleitung von Energie, einschließlich Unterwasserlärm, soll sich in einem Rahmen bewegen, der sich nicht nachteilig auf die Meeresumwelt auswirkt.

 

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Politik der Bundesregierung

Integrierter Ansatz in der Umweltpolitik

Aufbauend auf dem Ökosystemansatz verfolgt die Bundesregierung einen neuen, integrierten Ansatz zum Meeresschutz: Aspekte des Meeresumwelt- und Meeresnaturschutzes sollen in allen relevanten Politikbereichen berücksichtigt werden. Dazu gehören in erster Linie die Fischerei-, Landwirtschafts-, Verkehrs- und Chemikalienpolitik.

Nationale Strategie für die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Meere

Mit der Nationalen Meeresstrategie verfügt die Bundesregierung seit 2008 über ein ausgewogenes Gesamtkonzept zum Schutz von Nord- und Ostsee, das besondere nationale Interessen und Kompetenzen berücksichtigt. Es soll einen Weg zeigen, die Ressourcen des Meeres vor Raubbau zu schützen. Die Strategie orientiert sich an der Meeresstrategie der Europäischen Union.

Gleichgewicht zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialen Gesichtspunkten

Die Politik der Bundesregierung sucht ein Gleichgewicht zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialen Gesichtspunkten zu finden. Denn Deutschland schöpft einen beträchtlichen Teil seiner Wirtschaftskraft aus der Nutzung der Weltmeere. Die maritime Wirtschaft ist zudem eine Zukunftsbranche. Sie bietet große Potenziale für Wirtschaft und Beschäftigung.

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Maßgeblicher deutscher Einfluss in europäischer Meeresschutzpolitik

Deutschland engagiert sich intensiv für grenzüberschreitende und internationale Lösungen im Meeresschutz. Es beeinflusste maßgeblich die Gestaltung der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und ist Mitglied der beiden Regionalkooperationen zum Schutz des Nordostatlantiks (OSPAR) und der Ostsee (HELCOM). So trug Deutschland auch erheblich zur Formulierung des HELCOM- Ostseeaktionsplans (BSAP) bei, der die vier Hauptgefahren für eine gesunde Meeresumwelt der Ostsee adressiert: Überdüngung, Verlust der biologischen Vielfalt, Einleitung gefährlicher Stoffe sowie Folgen maritimer Aktivitäten.

Der Arbeit der Regionalkooperationen misst Deutschland große Bedeutung bei. Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie fordert u.a. ausdrücklich die Einbindung dieser bestehenden Strukturen, um die dort vorhandene langjährige Expertise aktiv in die Umsetzung der Richtlinie einzubringen. Außerdem findet eine konstruktive Zusammenarbeit bei den Trilateralen Regierungskonferenzen zum Schutz des Wattenmeeres und der Agenda 21 für den Ostseeraum (BALTIC 21) statt.

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