Green IT

Unter "Green IT" sind umweltverträgliche Produkte und Dienstleistungen der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie der Nutzung von IKT zur Umweltschonung zu verstehen. Dies umfasst die Berücksichtigung des gesamten Lebenswegs von IKT-Produkten sowie deren Auswirkungen auf das Klima und andere Umweltwirkungen, wie z. B. die Inanspruchnahme kritischer Rohstoffe.

In Deutschland betrug der Stromverbrauch der IKT im Jahr 2014 rund 47,8 Terawattstunden (TWh) (PDF extern, 8.3 MB) und damit 8 Prozent des gesamten Stromverbrauchs des Landes. Obgleich Energieeffizienzsteigerungen in einigen Bereichen der IKT z. B. durch die Green-IT-Initiative des Bundes oder die Einführung der Europäischen Ökodesign-Richtlinie erzielt werden konnten, steigt der Energiebedarf für Rechenzentren weiter erheblich an. Nach Expertenschätzungen wird vor allem der Energiebedarf der Server durch die hohe Nachfrage an Rechenleistung in deutschen Rechenzentren vom Jahr 2015 bis zum Jahr 2025 um mehr als 60 Prozent steigen.

Das Bundesumweltministerium hat die Bedeutung der IKT für den Energie- und Ressourcenverbrauch frühzeitig erkannt und setzt sich gemeinsam mit dem Umweltbundesamt auf verschiedenen Ebenen für die Erschließung der Potenziale einer nachhaltigen und umweltfreundlichen IT-Gestaltung ein.

Die Handlungsfelder liegen dabei schwerpunktmäßig in der: 

  • Verbraucherinformation und Produktkennzeichnung 
  • Unterstützung von Ökodesignanforderungen an IKT-Produkte,
  • Förderung und Beratung für Anwender,
  • Information und Beratung für das öffentliche Beschaffungswesen, 
  • Ressortforschung im Rahmen des Umweltforschungsplans.

Für Fragen rund um das Thema Green-IT sowie zur Green-IT-Initiative des Bundes steht die Geschäftsstelle Green-IT im Bundesumweltministerium (green-it@bmub.bund.de) gerne zur Verfügung.

Zuletzt geändert: 04.12.2017