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Ökologische Produktgestaltung (Ökodesign)

Ökodesign beschreibt die systematische Vorgehensweise, möglichst frühzeitig ökologische Aspekte in den Produktplanungs-, - entwicklungs- und -gestaltungsprozess einzubringen. Das heißt, zu den klassischen Kriterien der Produktentwicklung wie Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit usw. kommt die Anforderung "Umwelt" hinzu. Ziel ist es, Produkte zu entwickeln, die bei optimaler Funktion ein Minimum an Ressourcen und Energie benötigen und keine oder nur die zur Funktionsfähigkeit unabdingbar erforderlichen Schadstoffe enthalten. Darüber hinaus sind Emissionen und Abfallanfall zu minimieren. Die Anforderungen gelten für den gesamten Produktlebenszyklus (Life Cycle Thinking).

Zusätzlich birgt eine vorsorge- und umweltorientierte Produktentwicklung große Potentiale, eine Einheit zwischen ökologischen und ökonomischen Zielen herzustellen. Beispielsweise können Entsorgungskosten oder Kosten für nachsorgende Umweltschutzmaßnahmen vermieden werden.

Rechtlich ist das Prinzip seit 2005 in der EG-Ökodesignrichtlinie verankert, welche es ermöglicht, verbindliche Mindesteffizienzanforderungen an bestimmte energieverbrauchsrelevante Produktgruppen zu stellen. Produkte, die nach Ablauf einer Übergangsfrist diese Anforderungen nicht erfüllen, dürfen im Binnenmarkt nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

Um die ökologische Produktgestaltung in allen Branchen zu unterstützen und innovative Vorbilder herauszuheben, loben Umweltministerium und Umweltbundesamt einmal jährlich den Bundespreis Ecodesign aus. Der Preis zeichnet nachhaltig und herausragend gestaltete Produkte, Dienstleistungen und Konzepte aus, bewerben können sich Unternehmen aller Größe, Designagenturen und Studierende.

Zuletzt geändert: 24.02.2017