Ressourceneffizienz in der G20

G20-Gipfel beschließt Ressourceneffizienz-Dialog

Der G20-Gipfel hat am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg die Gründung eines Ressourceneffizienz-Dialogs beschlossen. Damit wird die effiziente und nachhaltige Verwendung natürlicher Ressourcen zukünftig zu einem festen Bestandteil der G20-Gespräche. Die Bundesregierung hat dieses Thema im Jahr 2017 erstmals auf der Tagesordnung der G20 gesetzt.

Mit dem neuen "G20-Ressourceneffizienz-Dialog" wollen sich die G20-Staaten für eine ressourceneffiziente und nachhaltige Weltwirtschaft einsetzen und nachhaltige Produktion und nachhaltigen Konsum fördern. Natürliche Ressourcen wie Rohstoffe, Wasser und Energie sollen über den gesamten Lebenszyklus hinweg effizienter und schonender genutzt werden, um die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) zu erreichen, Armut zu bekämpfen und Klima und Umwelt zu schützen. Dazu werden die G20-Staaten mit Experten, Unternehmen und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.

Die Ziele und erste Inhalte des Dialogs werden in einem Annex zur Hamburger Gipfelerklärung der G20 vom 7. und 8. Juli 2017 näher charakterisiert. Zunächst wollen sich die G20 mit drei Themen befassen: 

  • Erstens werden sie bei der Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Agenda 2030, die die Nutzung natürlicher Ressourcen betreffen, enger zusammenarbeiten. Der Weltressourcenrat hat darauf hingewiesen, dass 12 der 17 Nachhaltigkeitsziele von einem nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen abhängen.
  • Zweitens wollen die G20 für bessere wissenschaftliche Grundlagen der Ressourceneffizienzpolitik sorgen. Dazu sollen Szenarien errechnet werden, wie sich der Ressourcenverbrauch unter verschiedenen Bedingungen zukünftig entwickeln könnte.
  • Schließlich wollen sich die G20 dafür einsetzen, dass sich erfolgreiche Politiken und Praxisbeispiele im Bereich der Ressourceneffizienz besser verbreiten, zum Beispiel bei der Nutzung von Rohstoffen und von Wasser, beim Abfallmanagement oder beim Aufbau von Produktionsprozessen und Infrastruktur.

Zu den Treffen des G20-Ressouceneffizienz-Dialogs können auch Experten sowie Vertreter Internationaler Organisationen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft eingeladen werden, um deren Wissen und Erfahrungen zu nutzen. Die Auftaktveranstaltung des G20-Ressourceneffizienz-Dialogs wird voraussichtlich am 27. November 2017 in Berlin stattfinden.

Die politischen Grundlagen des G20-Ressourceneffizienz-Dialogs wurden bei einem Workshop zu Ressourceneffizienz gelegt, zu dem Bundesumweltministerin Hendricks die G20-Staaten am 16. und 17. März 2017 nach Berlin eingeladen hatte. Bei dieser Gelegenheit stellte der Weltressourcenrat (International Resource Panel) einen aktuellen Bericht vor, der die große Bedeutung der Ressourceneffizienz für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung belegt.

Die Arbeiten zu Ressourceneffizienz in der G20 können auf Erfahrungen aus dem G7-Prozess aufbauen. Beim G7-Gipfel von Schloss Elmau wurde 2015 die G7-Allianz für Ressourceneffizienz gegründet.

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Zuletzt geändert: 12.07.2017