Beirat für Umwelt und Sport

Der 1994 vom BMUB initiierte Beirat "Umwelt und Sport", der im Februar 2015 für die 18. Legislaturperiode neu einberufen wurde, unterstützt das BMUB maßgeblich bei seiner Arbeit. Er vereint Expertise und Positionen aus unterschiedlichen Sektoren – aus dem organisierten Sport, den Natur- und Umweltschutzverbänden, aus der (Kommunal-)Verwaltung sowie aus Wirtschaft und Wissenschaft. Durch den vielfältigen Sachverstand seiner Mitglieder kann der Beirat wertvolle Beiträge zur Weiterentwicklung eines verantwortungsvollen Miteinanders von Sport und Umweltschutz leisten. 

Der Beirat richtet sich in dieser Legislaturperiode organisatorisch und inhaltlich stärker an aktuellen Themenschwerpunkten aus. Einer der derzeitigen Schwerpunkte ist die umweltgerechte und nachhaltige Gestaltung von Sportgroßveranstaltungen.

Der Beirat "Umwelt und Sport" des Bundesumweltministeriums hat die Aufgabe,

  • zunehmende Konflikte, Defizite und Potenziale im Bereich "Nachhaltige Sportentwicklung", insbesondere im Bereich der Stadtentwicklung, des Schutzes der Biodiversität, der Natur und des Klimas, zu identifizieren und Steuerungsinstrumente aufzuzeigen,
  • Analysen und Stellungnahmen zu den am Anfang der Arbeitsperiode festgelegten spezifischen Fragestellungen zu erarbeiten,
  • die auf Umwelt- und Naturschutz bezogenen Inhalte der "Berliner Erklärung" der fünften UNESCO Weltsportministerkonferenz MINEPS V (insbesondere die nachhaltige Planung und Organisation von Sport(groß-)veranstaltungen, Anwendung von "Good Governance Standards") mit Nachdruck voranzubringen – national wie international,
  • den Gigantismus jüngster Sportgroßveranstaltungen sowie die Vergabepraxis der internationalen Sportdachverbände zu diskutieren,
  • sich für nachhaltig geplante und organisierte Sportveranstaltungen einzusetzen, die sich auch positiv auf die ökonomische, ökologische und soziale Entwicklung einer Stadt oder einer Region auswirken können,
  • das BMUB in diesen Fragen zu beraten und entsprechenden Forschungsbedarf im Bereich "Umwelt und Sport" zu ermitteln sowie aktuelle Forschungsergebnisse zu bewerten.

Auf der Grundlage seiner Untersuchungen und Bewertungen soll der Beirat auch Handlungsempfehlungen und Stellungnahmen erarbeiten.

Impulse für mehr Nachhaltigkeit im Sport

Der Beirat "Umwelt und Sport" hat zum Abschluss der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages ein Positionspapier "Sport 2020 – Impulsgeber für eine nachhaltige Gesellschaft" verfasst, in dem er die Leitlinien eines nachhaltigen Sports, die damit verbundenen künftigen Herausforderungen und zentralen Handlungsfelder darlegt und Empfehlungen für eine wirkungsvolle weitere Bearbeitung des Themenfeldes "Nachhaltigkeit und Sport" ausspricht. Er appelliert darin zugleich an die Verantwortlichen unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche, sich gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit im Sport zu engagieren, um damit auch Impulse für eine nachhaltigere Gesellschaft zu setzen.

Positionspapier "Sport 2020" (PDF barrierefrei, 346 KB)

Der Beirat "Umwelt und Sport" in der 18. Legislaturperiode beim BMUB

Ordentliche Mitglieder

  • Prof. Dr. Ralf Roth, Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS); Sprecher des Beirates
  • Detlef Berthold, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Prof. Dr. Franz Brümmer, Verband Deutscher Sporttaucher e. V., Kuratorium Sport und Natur e. V.; stellv. Sprecher
  • Ute Dicks, Deutscher Wanderverband (DWV) • Bernd Düsterdiek, Deutscher Städte- und Gemeindebund e.V. (DStGB)
  • Nicole Espey, Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e. V. (BSI)
  • Tilmann Heuser, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
  • Andreas Klages, Deutscher Olympischer Sportbund e. V. (DOSB)
  • Torsten Kram, Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz
  • Helmut Opitz, Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU)
  • Dr. Hartmut Stahl, Öko-Institut e. V.
  • Axel Welge, Deutscher Städtetag
  • Ludwig Wucherpfennig, Deutscher Naturschutzring e. V. (DNR)

Ständige Gäste

  • Dr. Brigitte Adam, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
  • Thomas Graner, Bundesamt für Naturschutz (BfN)
  • Hans-Joachim Hermann, Umweltbundesamt (UBA)
  • Katrin Schenk, Bundesministerium des Innern (BMI)

Zuletzt geändert: 19.09.2017