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Stand: 01.09.2012

10-Jahres Rahmen für Programme für nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen

Auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (WSSD) in Johannesburg im September 2002 wurde die Entwicklung eines Zehn-Jahres-Rahmen für Programme für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster (10 Year Framework of Programmes, 10YFP) beschlossen. Im sog. Marrakesch-Prozess wurde dies in einem Multi-Stakeholder-Ansatz vorbereitet. Auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro 2012 (Rio+20) wurde das 10YFP beschlossen. Der Beschluss wird noch durch die UN-Generalversammlung bestätigt werden.

Ziel des 10YFP ist die verstärkte Einführung nachhaltiger Konsum- und Produktionsweisen weltweit. Hierfür soll das 10YFP Aktivitäten auf globaler, regionaler und nationaler Ebene initiieren und unterstützen. Der Beschluss sieht hierfür folgende Struktur des 10YFP vor:

Eine entscheidende Rolle im 10YFP wird UNEP einnehmen. Das UNEP-Department of Trade, Industry and Environment (UNEP-DTIE) in Paris wird das Sekretariat des 10YFP stellen. Ihm obliegt die Organisation der Aktivitäten. Es wird eine Plattform zur Darstellung die globalen Aktivitäten für nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen (Sustainable Consumption and Production, SCP) geben. Da das Konzept der nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen sehr breit ist, wird das Sekretariat einen Clearinghouse-Mechanismus für die Auswahl der Aktivitäten für die Plattform einrichten. Das Sekretariat wird den Vereinten Nationen über die Aktivitäten berichten.

Neben dem Sekretariat wird ein Aufsichts- und Beratungsgremium (Advisory Board) eingerichtet, das sich aus Vertretern aller Regionen zusammensetzen wird. Für die nationale Umsetzung des 10YFP wird in jedem Land eine nationale Kontaktstelle eingerichtet.

Die substanzielle Arbeit des 10YFP wird in dafür eingerichteten thematischen Programmen erfolgen. In dem Beschluss von Rio+20 sind bereits 5 Programme vorgesehen. Diese sollen in den Bereichen nachhaltige Konsumenteninformation, nachhaltiges Bauen und Wohnen, nachhaltige öffentliche Beschaffung, nachhaltiger Tourismus und nachhaltige Lebensstile und Bildung. Weitere Programme z. B. im Bereich Landwirtschaft können folgen. Jedes Programm soll viele Aktivitäten und Projekte in diesem Bereich umfassen und Konsistenz und gegenseitige Unterstützung gewährleisten. Hierfür wird ein Programmkoordinator eingesetzt. Die Programme sollen dabei alle interessierten gesellschaftlichen Gruppen und deren Aktivitäten einbeziehen.

Die Finanzierung dieser Aktivitäten soll einerseits durch einen im Beschluss vorgesehenen und von UNEP verwalteten Treuhandfonds und andererseits durch direkte Finanzierung der Aktivitäten erfolgen.

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