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Stand: 10.05.2014

Task Force "Kooperation mit Afrika"

Das Bundesumweltministerium pflegt seit der Einrichtung des Marrakesch-Prozesses eine enge Zusammenarbeit mit Afrika.

Das Ziel war die Unterstützung afrikanischer Staaten bei der Integration nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster (Sustainable Consumption and Production - SCP) in die Politik der Länder. Der Begriff des "Leapfrogging" spielte hierbei eine große Rolle und bedeutet in diesem Zusammenhang Entwicklungssprung. Das heißt, dass durch Kooperation jene Bereiche identifiziert werden sollen, wo ein solcher Entwicklungssprung (auslassen einer Entwicklungsstufe) auf eine nächst höhere Entwicklungsebene möglich wäre. Hierfür sindwaren stets Ideenreichtum, Planung, Vorsorge sowie vorausschauende Maßnahmen der Politik gefordert. Die auch noch derzeit enge Zusammenarbeit z.B. im Rahmen des African Roundtable zielt insbesondere auf die Entwicklung eines afrikanischen Gütesigels für nachhaltige Produkte.

Wesentliche Projekte dieser Task Force waren:

  • Entwicklung und Umsetzung eines gesamtafrikanischen Umweltzeichens
  • Erarbeitung nationaler und lokaler Aktionspläne für SCP in Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Behörden
  • Unterstützung nachhaltiger öffentlicher Beschaffung in afrikanischen Ländern und Kommunen
  • Unterstützung der Organisation der SCP-Arbeit in Afrika (z.B. African Roundtable on SCP - ARSCP)

Folgende Veröffentlichungen der Task Force sind erschienen:

  • National and Regional Action Plans on Sustainable Consumption and Production in Africa
  • Sustainable Consumption and Production in Africa - Best Practice of Development Cooperation Projects
  • Ecolabelling - As a Potential Marketing Tool for African Products
  • Leapfrogging Possibilities For Sustainable Consumption and Production in Africa - An Overview
  • Sustainable Buildings and Construction in Africa
  • Making SCP Happen - Implementation Plan for SCP Programmes in Africa

Im Rahmen der Arbeit der Task Force sollten durch das Erstellen nationaler, sub-regionaler und/oder regionaler Aktionspläne nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster verbessert und gleichzeitig auch ein Beitrag zur Armutsbekämpfung in Afrika geleistet werden.

Ein Schwerpunkt war stets dabei und ist dabei auch noch in der aktuellen Zusammenarbeit die Entwicklung eines Umweltzeichens für afrikanische Produkte. Daneben sollte eine Unterstützung für eigene nationale Aktionspläne für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster (z.B. Recycling-Systeme, Expertennetzwerke) gewährleistet, der Aufbau und die Stärkung entsprechend institutioneller Strukturen unterstützt, sowie die Wissensverbreitung verbessert werden. Dies soll auf lange Sicht eine nachhaltige Lebensweise auch in einem Entwicklungskontinent wie Afrika alltäglich machen, Arbeitsplätze schaffen und die Umwelt entlasten.

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