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Stand: 07.05.2014

Green IT

Unter "Green IT" sind sämtliche Aktivitäten des umweltschonenden Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie der Nutzung von IKT zur Umweltschonung zu verstehen. Dies umfasst den gesamten Lebensweg von IKT-Produkten und neben dem Energieverbrauch auch andere Umweltwirkungen, wie z.B. den Verbrauch umweltrelevanter Rohstoffe.

In Deutschland betrug der Stromverbrauch der IKT im Jahr 2007 rund 55 Terawattstunden und damit 10,5 % des gesamten Stromverbrauchs des Landes. Die weltweiten CO2-Emissionen der IKT haben mit rund 2 % bereits das Niveau der Emissionen aus dem Flugverkehr erreicht. Auf nationaler Ebene war die IKT 2007 für die Emission von etwa 23 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich. Nach Expertenschätzungen wird der IKT-bedingte Stromverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2020 um mehr als 20 % steigen.

Durch den Einsatz effizienter IKT-Lösungen in anderen Branchen können jedoch wesentlich größere Energieeinsparpotenziale erschlossen werden ("green durch IT"). Insbesondere in den Sektoren Mobilität, Gebäude, Stromnetze und Logistik wären in Deutschland bis zum Jahr 2020 CO2-Einsparungen in Höhe von 194 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr möglich. 

Das Bundesumweltministerium hat die Bedeutung der IKT für den Energie- und Ressourcenverbrauch frühzeitig erkannt und setzt sich gemeinsam mit dem Umweltbundesamt auf verschiedenen Ebenen für die Erschließung dieser Potenziale ein.

Die Handlungsfelder liegen dabei schwerpunktmäßig in der:

  • Verbraucherinformation und Produktkennzeichnung
  • Unterstützung von Ökodesignanforderungen an IKT-Produkte,
  • Förderung und Beratung für Anwender,
  • Information und Beratung für das öffentliche Beschaffungswesen,
  • Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der IKT-Wirtschaft, insbesondere mit dem Branchenverband BITKOM im Rahmen der BMUB/UBA/BITKOM Jahrestagung "Green IT" sowie in der
  • Ressortforschung im Rahmen des Umweltforschungsplans.

Ende 2008 verabschiedete der Rat der IT-Beauftragten der Bundesministerien das Ziel, den IT-Energieverbrauch der Bundesverwaltung um 40 % bis zum Jahr 2013 gegenüber dem Verbrauch vor 2009 zu reduzieren. Diese Initiative hat sich als großer Erfolg erwiesen: bis Ende 2013 wurden sogar 48 % des IT-Energieverbrauchs der Bundesverwaltung eingespart. Zur Erreichung dieses Ziels trug das Bundesumweltministerium durch die energieeffiziente Modernisierung des hauseigenen Rechenzentrums wesentlich bei. Zur Erschließung weiterer Einsparpotentiale wird die Initiative mit neuen Zielen fortgesetzt. Schwerpunkte dabei sind:

  • Konsolidierung des durch den IT-Betrieb verursachten Energieverbrauchs aus dem Jahr 2013 bis zum Jahr 2017 bei gleichzeitig in diesem Zeitraum zu erwartender Leistungssteigerung
  • nachhaltige IT-Beschaffung durch Einführung einer expliziten Auszeichnung von standardisierten nachhaltigen Produkten in Rahmenverträgen
  • bei der Bewertung der Energie- und Ressourceneffizienz in Rechenzentren werden grundsätzlich die Kriterien des Umweltzeichens "Blauer Engel für einen energieeffizienten Rechenzentrumsbetrieb" angewendet
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