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Recyclingpapier

Bei Recyclingpapier ist der "Blaue Engel" das entscheidende Umweltzeichen. Der Verbraucher trifft mit der Entscheidung für den "Blauen Engel" die eindeutig umweltfreundlichste Wahl und kann somit einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften leisten.

Durch den Kauf von Recyclingpapier mit dem "Blauen Engel" werden nicht nur Wälder als wichtige Ressource und Lebensraum geschützt, sondern man trägt auch aktiv zum Klimaschutz bei. Denn bei der Herstellung von Recyclingpapier werden im Vergleich zu Frischfaserpapier weniger Energie, Wasser und Ressourcen verbraucht und weniger Wasser belastet. So ist zum Beispiel wesentlich weniger Energie nötig, um Kopierpapier aus Altpapier herzustellen als aus Holz. Je weniger Energie bei der Herstellung verbraucht wird, umso geringer ist die CO2-Belastung.

Folgende Beispiele sollen das Einsparpotential bei der Verwendung von Recyclingpapier veranschaulichen:

Nach Berechnungen des Heidelberger ifeu-Instituts vermeidet eine Tonne Recyclingpapier im Vergleich zu Frischfaserpapier so viel CO2, wie durch eine PKW-Fahrt über 1000 Kilometer mit einem durchschnittlichen Verbrauch freigesetzt wird.

Bei der Produktion von Frischfaserpapieren wirken sich auch die langen Transportwege für Zellstoff aus Asien und Südamerika besonders stark auf den fossilen Ressourcenbedarf und den Treibhauseffekt aus.

Wenn in Deutschland ausschließlich Recyclingpapier als Büro- und Kopierpapier verwendet würde, ließen sich jährlich rund 146.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen (Quelle: Initiative Pro Recyclingpapier).

Mit vielfältigen Initiativen in Unternehmen und Behörden wurde in den letzten Jahren eine stetig steigende Verwendung von Recyclingpapier erreicht. Die Bundesregierung hat sich in ihrem im März 2015 beschlossenen „Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit“ das Ziel gesetzt, den Einsatz von Recyclingpapier bis 2020 soweit möglich auf 95 Prozent zu steigern.

Unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums findet jährlich der "Papieratlas-Städtewettbewerb"statt. Inzwischen beteiligen sich 75 Prozent aller deutschen Großstädte und kreisfreien Städte, um ihre erfolgreichen Umweltleistungen in den Kommunen zu dokumentieren –. im Jahr 2015 war das hier insgesamt eine durchschnittliche Recyclingpapierquote von circa 84 Prozent. Im Jahr 2016 beteiligen sich auch die deutschen Hochschulen an diesem Wettbewerb.

Auch Unternehmen sehen in der Verwendung von Recyclingpapier zunehmend einen wichtigen Faktor nachhaltigen Handelns und folgen dem sich verstärkenden Trend zu mehr ökologischer Verantwortung. 40 Prozent der Unternehmen, die bereits Recyclingpapier verwenden, wollen ihren Einsatz weiter erhöhen.

Das Bundesumweltministerium hat mit dem Forschungsprojekt "Nachhaltiges Publizieren" auch in der Verlagsbranche einen Anstoß zu neuen branchenspezifischen Standards für nachhaltiges Publizieren und auch zur stärkeren Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel gegeben. Hierzu wurden Kriterien für die Zertifizierung von Druckerzeugnissen mit dem Blauen Engel erarbeitet. Die ersten Druckereien wurden bereits mit dem Blauen Engel für Druckerzeugnisse ausgezeichnet.

Zuletzt geändert: 20.04.2016

Kontaktadressen

www.uba.de
Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau
Tel: 0340 2103 3831

www.ral-umwelt.de
RAL gGmbH
Siegburger Straße 39
53757 Sankt Augustin
Tel: 02241 25516-0

www.papiernetz.de
"Initiative Pro Recyclingpapier"
c/o Nissen Consulting GmbH & co.KG
Schumannstraße 17
10117 Berlin
Tel: 030 315 1818-90