Klimaschutz spart Energie

Etwas für unser Klima tun – und damit Geld sparen: Ökodesign macht’s möglich. Ob Spülmaschine, Plasma-Bildschirm oder Staubsauger – klimafreundliche Geräte bringen ebenso gute Leistungen mit weniger Energie. Das hilft der Umwelt und unserer Brieftasche.

Statement

„Viele Menschen glauben, sie könnten allein doch nichts fürs Klima tun. Unsere Kampagne zeigt, dass das nicht stimmt. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Schon einfache Dinge – wie das Licht ausschalten oder der Kauf energiesparender Kühlschränke – können helfen."

Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Infografik

Energiesparlampen verbrauchen gerade mal ein Fünftel der Strommenge einer herkömmlichen Glühlampe. Außerdem ist die Lebensdauer der energiesparenden Lampen mit rund 15.000 Stunden bis zu 15-mal so lang wie die von Glühlampen. Kühlgeräte gehören zu den größten Stromfressern im Haushalt. Oft ist der hohe Stromverbrauch jedoch „Einstellungssache": Eine Absenkung der Temperatur um ein Grad Celsius macht schon 6 Prozent des Stromverbrauchs aus.
Das Umweltbundesamt sieht generell eine Kühltemperatur von sieben Grad als ausreichend an

Robert Doelling im Gespräch

Robert Doelling arbeitet als Social-Media-Manager bei der Deutschen Auftragsagentur GmbH (DAA) in Hamburg und ist seit Jahren nebenberuflich als Blogger im Energiebereich aktiv, unter anderem bei www.energieblogger.net und www.energie-experten.org. Zudem ist er auch Autor eines Fachbuches zu „Information Performance“.

Sie engagieren sich für Klimaschutz und Energiesparen. Was ist für Sie daran spannend?

Ich bin bereits seit zehn Jahren beruflich in dieser Branche tätig und wollte schon immer etwas machen, was mit Umweltschutz zu tun hat. Im Studium hatte ich dann die Gelegenheit, eine Doktorarbeit über mehr als vier Jahre auf einem Ökolandbaubetrieb zu begleiten. Dann fing ich direkt im Marketing für regenerative Heizsysteme an und merkte schnell, dass es online nur wenig gute Infos und sehr viele Vorurteile gab. Daher habe ich 2009 angefangen, energie-experten.org aufzubauen: einerseits um zu informieren, andererseits aber immer auch, um Experten zu vermitteln, die weiterhelfen können. Zudem verfolge ich die Vielfalt der Ausgestaltung der Energiewende jeden Tag sehr gespannt mit, da passiert wirklich sehr viel.

Wie setzen Sie Ihre Vorstellungen ganz persönlich um? Und wie motivieren Sie sich immer wieder aufs Neue?

Ich bin seit Längerem Vegetarier und fahre kein Auto. Motivation brauche ich nicht. Jede Nachricht über Tierleid oder den Klimawandel bestärkt mich darin, dass ich das Richtige tue und mit meinem Verhalten ein kleines bisschen das kollektive Handeln zugunsten der Umwelt verändere.

Haben Sie einen persönlichen Einsparfavoriten?

Welches ist der größte Energieräuber, den Sie bislang „gefasst“ haben? Große Energiefresser gibt es bei mir eigentlich nicht. Es sind eher sehr viele kleine Verbraucher im Haushalt, die ich gegen energieeffiziente Geräte ausgetauscht habe. Zusätzlich versuche ich, mit abschaltbaren Steckerleisten den Standby-Verbrauch so gering wie möglich zu halten.

Bekommen Sie als Energiesparer auch schon mal das Wort „Spaßbremse“ von Freunden oder Bekannten zu hören? Wie reagieren Sie darauf?

Ja, das kam früher schon mal vor. Gerade, wenn man über Ökostrom gesprochen hat, dann wurde man vor ein paar Jahren gerne mal als derjenige hingestellt, der die höheren Strompreise zu verantworten hätte. Das hat sich aber gelegt. Es ist ja auch nicht so, dass man permanent gar keinen Strom verbrauchen soll. Es kommt meines Erachtens darauf an, den Stromverbrauch da zu reduzieren, wo es nicht weh tut, und wenn möglich auch auf Ökostrom umzusteigen.

„Als Einzelkämpfer in einem deutschen Haushalt kann ich das globale Klima sowieso nicht retten!“ Wie begegnen Sie einer solchen Aussage?

Es tut einfach gut, sich nicht nur immer in die „Meckerecke“ zu stellen und die bösen Großkonzerne verantwortlich zu machen oder sich betroffen zu zeigen, wenn mal wieder ein Bericht über den drohenden Untergang der Malediven im Fernsehen kommt. Viel besser ist es, aktiv sein Handeln darauf auszurichten, diese Probleme abzumildern und weniger CO2-Emissionen zu verursachen. Dass man bei gegenwärtig 7,32 Milliarden Menschen auf der Welt alleine etwas bewirkt, ist natürlich illusorisch. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist jedoch auch keine Lösung.

Q&A

Fakten, Appelle & Beispiele sind gut – selbst handeln ist am besten.

Hier gibt es Tipps und Tricks, mit denen Klimaschutz im Alltag sehr gut machbar ist.

Was bringen mir – oder der Umwelt – eigentlich „Umweltzeichen“?

Im Haushalt verbrauchen Elektrogeräte wie Waschmaschine, Kühl- und Gefrierschrank, Backofen, Fernseher oder PC rund die Hälfte des Stroms. Darum beim Neukauf immer auch auf den Energieverbrauch achten! Das EU-Energielabel hilft dabei: Es zeigt die Energieeffizienz mit Farbbalken an. Der oberste Balken steht für die sparsamsten Geräte der jeweiligen Produktgruppe – zum Beispiel A+++ bei Waschmaschinen.
Zusätzlich sollte man den angegebenen Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) vergleichen. Eine gute Orientierung bietet das Umweltzeichen „Blauer Engel“, das vom Bundesumweltministerium in Kooperation mit dem Umweltbundesamt und anderen Akteuren aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft vergeben wird.

Soll ich wirklich jede alte Lampe im Haushalt gegen die neuen LEDs auswechseln?

Wenn Lampen im Schnitt täglich eine Stunde oder länger leuchten, machen sich moderne Leuchtmittel schnell bezahlt. Zuallererst sollte man die Glüh- oder Halogenlampen gegen sparsame Energiesparlampen oder neue LED-Lampen austauschen. So bleiben die Anschaffungskosten überschaubar, und man spart trotzdem spürbar Strom. Ein Zwei-Personen-Haushalt kann durch Austausch ineffizienter Leuchtmittel pro Jahr rund 80 Euro Stromkosten sparen.

Lohnt sich der Austausch alter Kühlschränke gegen einen neuen?

Natürlich kostet ein Neugerät erst einmal Geld. Aber die Investition macht sich über die Jahre bezahlt. Ein Beispiel: Ein Kühlschrank, der bei seiner Anschaffung 450 Euro kostet und rund 320 Kilowattstunden jährlich verbraucht, ist während seiner Lebensdauer teurer als ein Kühlschrank, der zwar 630 Euro kostet, dafür aber nur 150 Kilowattstunden im Jahr verbraucht. Gesamtersparnis über zehn Jahre: rund 310 Euro!

Worauf sollte ich beim Kauf eines neuen Fernsehers oder Computers achten?

Je größer der Bildschirm und je umfangreicher das Gerät ausgestattet ist, umso mehr Strom benötigt es. Ineffiziente Großbild-Fernseher der Effizienzklassen B und C mit Bildschirmdiagonalen von über einem Meter verbrauchen übers Jahr häufig mehr Strom als manches Kühlgerät. Bei Computern gilt, dass mit der Leistung der Energieverbrauch wesentlich ansteigt. Schnelle Prozessoren und leistungsstarke Grafikkarten mit zusätzlichem Lüfter sind besonders stromhungrig. Es lohnt sich also, Komponenten mit angemessener Leistung auszuwählen.

Meine Klima-Links zum Energiesparen


Jeder kann etwas zum Klimaschutz beitragen. Denn Klimaschutz beginnt im Haushalt. Wie einfach das geht – und wie Sie dabei sogar noch richtig Geld sparen können, verraten Ihnen die folgenden Tipps und Tricks.

Das Bundesumweltministerium unterstützt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative eine Reihe erfolgreicher Praxisbeispiele aus den Bereichen Energieeffizienz und Energiesparen:

  • Die Verbraucherinformationskampagne EcoTopTen gibt Empfehlungen für den Kauf energiesparender Geräte, die auch in Sachen Qualität und Produktionsprozess überzeugen und bietet eine umfassende Liste von A+++-Kühlgeräten:
    www.ecotopten.de
  • Der vom Bundesumweltministerium geförderte "Stromspar-Check PLUS" führt zu deutlichen Einsparungen in den beteiligten Haushalten:
    www.stromspar-check.de

Fotos und Videos

Film ab für „Klimaschutz spart Energie": Per Klick auf die folgenden Videolinks können Sie sich ein Bild davon machen, wie Sie mit neuen, effizenten Elektrogeräten Umwelt und Geldbeutel schonen können.

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