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Kaminöfen und andere Holzfeuerungsanlagen im Haus

Kaminöfen und andere Holzfeuerungsanlagen im Haus

Holzfeuer bringen nicht allein behagliche Wärme, Holz kann – richtig verwendet – auch ein umweltgerechter Brennstoff sein. Bei der Holzverbrennung entstehen jedoch auch Emissionen wie etwa Feinstaub. Das Bundesumweltministerium verfolgt daher mit anspruchsvollen gesetzlichen Regelungen (1. BImSchV) das Ziel, die gesundheitsschädliche Luftbelastung zu reduzieren und gleichzeitig die umweltfreundliche Nutzung des Brennstoffes Holz zu ermöglichen. Jede und jeder Einzelne trägt beim Heizen mit Holz dazu bei, unsere Umwelt und Gesundheit zu schützen, wenn ein paar leicht umzusetzende Tipps beachtet werden.

Worum geht es?

In Deutschland werden derzeit fast 12 Millionen Kleinfeuerungsanlagen betrieben, die mit Festbrennstoffen – zum Beispiel Scheitholz – befeuert werden. Davon sind 750.000 Anlagen zentrale Heizkessel, die ganze Häuser oder Wohneinheiten beheizen. Bei den restlichen Anlagen – etwa elf Millionen – handelt es sich um sogenannte Einzelraumfeuerungsanlagen, wie Kamin- oder Kachelöfen, die vorrangig den Aufstellraum beheizen.

Durch die weite Verbreitung dieser Feuerungsanlagen, insbesondere im Süden von Deutschland, kommt es immer wieder zu Konflikten in der Nachbarschaft. Während viele Betreiberinnen und Betreiber von Holzfeuerungen vor allem die Vorteile des Holzheizens, zum Beispiel den Wohlfühlfaktor oder den kostengünstigen Ersatz von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas genießen, ist es für manche Nachbarinnen und Nachbarn eine belastende Angelegenheit, da sie sich von Rauch und Geruch aus dem Schornstein der Holzfeuerung beeinträchtigt fühlen.

Die Situation hinsichtlich der Feinstaubbelastung in Deutschland hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich verbessert, was insbesondere der Umsetzung von Maßnahmen in der Industrie und im Straßenverkehr zugeschrieben werden kann. Der gestiegene Holzeinsatz in privaten Haushalten hat in den 1990er und 2000er Jahren zu einem Anstieg und seitdem zu einem etwa gleichbleibend hohen Niveau der Feinstaub-Emissionen aus diesem Sektor geführt.

Daher liegt der Anteil des Feinstaubs aus Kaminöfen und anderen Holzfeuerunganlagen an der Gesamtmenge der Feinstaub-Emissionen in Deutschland seit einigen Jahren nur noch wenige Prozentpunkte unter den Feinstaub-Emissionen aus den Auspuffrohren des Straßenverkehrs. Das kommt also vor allem daher, dass die Feinstaub-Emissionen aus den Auspuffrohren des Straßenverkehrs reduziert werden konnten, während die Feinstaub-Emissionen aus Kaminöfen und anderen Holzfeuerunganlagen seit Längerem auf nahezu gleichem Niveau geblieben sind

Emissionen von Feinstaub (PM2.5) in Deutschland

Feinstaub-Emissionen verschiedener Quellen im Vergleich zu den Gesamtemissionen

Quelle: Umweltbundesamt, Nationale Trendtabellen für die deutsche Berichterstattung atmosphärischer Emissionen seit 1990, Emissionsentwicklung 1990-2015; zus. Auszug aus der Emissionsdatenbank (Stand 03/2017)