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Gleichstellung

Erfahrungsbericht zur Gleichstellung von Menschen unterschiedlichen Alters

Azubis versetzen sich in die Lage älterer Menschen

Das Bekenntnis zur Charta der Vielfalt war die Initialzündung für die Bonner Auszubildenden, sich in ihrem zweiten Ausbildungsjahr im Rahmen des Jahresprojekts mit Vielfalt in der Gesellschaft zu beschäftigen. Hier erzählt der Einstellungsjahrgang 2013 von seinen Erfahrungen:

Miteinander statt nebeneinander Leben – Alt und Jung – so lautete unsere Projektaufgabe, deren Höhepunkt die Präsentation vor den Beschäftigten am 9. Oktober 2015 war. Wir teilten uns auf, um das Zusammenleben von älteren und jüngeren Menschen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Einige beschäftigten sich mit dem räumlichen Zusammenleben von Alt und Jung und besuchten ein Mehrgenerationenhaus in der Umgebung, um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie sich die Menschen dort gegenseitig unterstützen und somit von der Gemeinschaft profitieren können. Auch als Außenstehender besteht die Möglichkeit, die Gruppenangebote für die Bewohner zu nutzen und Workshops zu besuchen.

Auch mit den gegenseitigen Vorurteilen und der unterschiedlichen Sprache haben wir uns auseinandergesetzt. Oft gibt es Differenzen oder Streitigkeiten, die von Vorurteilen ausgelöst werden und denen wollten wir entgegenwirken.

Amina Houro

Wie fühlt man sich körperlich, wenn man älter wird? Wir wollten es wissen und mieteten uns einen Alterssimulationsanzug. Dieser hatte Gewichte an Armen und Beinen, um Bewegungen zu erschweren. Zudem gab es eine Brille, die es schwieriger machte, zu lesen oder zu schreiben. Am Präsentationstag machte das Bestreiten unseres Hindernisparcours im Alterssimulationsanzug deutlich, wie sehr man doch im Alter eingeschränkt ist. Schuhe zuzubinden oder etwas zu lesen fiel sofort viel schwerer.

Lukas Wagner

Das simple Thema Essen verbindet Menschen über Generationen hinweg, nicht nur was das Bewahren alter Rezepte betrifft. Einige von uns haben über mehrere Wochen hinweg Bewohnerinnen eines Seniorenheims besucht und sprachen mit ihnen über ihre Lieblingsrezepte oder solche, die sie früher öfter gekocht haben. In einem "Kochbuch der Generationen" sind für eine ganze Woche abwechslungsreiche Rezepte der alten Damen und von uns jungen eingeflossen.

Ein unvergessliches Erlebnis, über das auch die lokale Presse berichtete, war das gemeinsame Kochen von Alt und Jung und das anschließende Verspeisen des Drei-Gänge-Menüs.

Zum Schluss waren die alten Damen bei der Präsentation vor den Beschäftigten dann auch unsere Ehrengäste. Unser Fazit: Alt und Jung ergänzt sich gut. Nur Mut, geht aufeinander zu!