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24.11.2017

Bundesbauministerium fördert Qualitätsoffensive für Internationale Bauausstellungen

Aufgrund vieler IBA-Initiativen hat das BMUB in enger Zusammenarbeit mit dem IBA-Expertenrat eine Qualitätsoffensive angestoßen. Staatssekretär Adler erhielt ein Memorandum zur Zukunft Internationaler Bauausstellungen.

Seit über 100 Jahren sind Internationale Bauausstellungen (IBA) Aushängeschilder für Stadtentwicklung in Deutschland. Immer mehr Länder und Kommunen, längst auch außerhalb Deutschlands, setzen auf das IBA-Format. Inzwischen haben sich IBA von Architektur- zu Baukultur-Ausstellungen gewandelt. Um die komplexer werdenden Ausstellungen zu realisieren, bringen Städte und Regionen viel Mut und Mittel auf. Aufgrund der Vielzahl von Aktivitäten und IBA-Initiativen hat das Bundesbauministerium jetzt in enger Zusammenarbeit mit dem IBA-Expertenrat eine Qualitätsoffensive angestoßen. Bei einem Treffen in Berlin überreichten die Mitglieder des IBA-Expertenrates Baustaatssekretär Adler ein überarbeitetes "Memorandum zur Zukunft Internationaler Bauausstellungen" sowie neu erstellte Handreichungen zur Entwicklung und Realisierung dieses Formats.

Gunther Adler: "Das Bundesbauministerium möchte die IBA als international beachtete Marke weiterentwickeln. Das funktioniert nur, wenn die Qualität und Einzigartigkeit dieses Formats aufrechterhalten bleibt. Ich begrüße sehr, dass der IBA-Expertenrat unsere gemeinsame Qualitätsoffensive in eine neue Phase gebracht hat. Internationale Bauausstellungen erhalten mit dem überarbeiteten Memorandum und den Handlungsempfehlungen eine wichtige Orientierung. So wird es möglich, dass auch IBA drin ist, wo IBA drauf steht."

Das BMUB unterstützt neben dem Netzwerk 'IBA meets IBA' mit den IBA-Foren und den IBA-Laboren sowie der Internetplattform 'Open IBA' den IBA-Expertenrat, der insbesondere über Vor-Ort-Beratungen die Konzeptionierung und Ausrichtung einzelner IBA voranbringen will. Der aktuelle IBA-Expertenrat wurde 2016 vom BMUB als Beratungsgremium berufen. Vorläufer war der IBA-Expertenrat von 2009 bis 2014.

Derzeit laufen sechs IBA, drei davon in Deutschland (Heidelberg, Thüringen, Stuttgart), eine in der Grenzregion Basel sowie zwei im Ausland (Parkstad, Wien). Diese sowie in Planung befindliche IBA sollen von der Qualitätsoffensive des BMUB profitieren. Über die Internationalen Bauausstellungen: Seit über 100 Jahren begeistern die Internationalen Bauausstellungen weltweit mit innovativen Konzepten für Architektur und Städtebau. Mit ihnen ist Deutschland zu internationaler Anerkennung gelangt. Eine ganz besondere Strahlkraft erreichten IBA bisher durch hervorragende gebaute Beispiele, zum Beispiel die Weißenhofsiedlung der IBA Stuttgart 1927, das Hansaviertel der IBA Berlin 1957 oder die Zeche Zollverein der IBA Emscher Park 1999.

24.11.2017 | Pressemitteilung Nr. 364/17 | Stadtentwicklung