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22.01.2018

Bundesumweltministerium fördert innovatives Beschichtungsverfahren

blauer Himmel mit Wolken und scheinender Sonne
Die Wieland Gruppe plant ein neue Verfahren zur Keramikbeschichtung, das Energie und Ressourcen einspart. Aus dem Umweltinnovationsprogramm erhält das Unternehmen dafür 350.000 Euro.

Die Wieland Gruppe plant am Standort Vöhringen (Bayern) eine Produktionsanlage zur Keramikbeschichtung metallischer Bauteile. Das neue Verfahren setzt Prozesschemikalien sparsamer ein, sorgt für eine längere Lebensdauer der Werkprodukte und braucht weniger Energie zum Heizen und für die Abgasreinigung. Das spart Ressourcen. Für die Umsetzung des Demonstrationsprojektes erhält das Unternehmen rund 350.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Das neuartige Beschichtungsverfahren auf Grundlage der CVD-Technologie (chemische Gasphasenabscheidung) soll künftig eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Beschichtung von Metallteilen mit komplexen Oberflächen ermöglichen. Ziel ist es, eine besonders dünne Keramikbeschichtung auch auf temperaturempfindliche Metallwerkstoffe wie Aluminium oder Kupfer aufzubringen. Oberflächen mit dieser neuartigen Beschichtung sind korrosionsbeständiger, verzögern die Bildung von Ablagerungen oder verbessern die Anbindung von Kunststoffen an Metalle. Das verlängert die Lebensdauer von Geräten und deren Wartungsintervalle. Diese Beschichtungen entlasten so nicht nur in der Herstellung die Umwelt, sondern reduzieren auch Energie- und Ressourceneinsatz in der Anwendung.

Möglich wird dies durch eine im Vergleich zum Stand der Technik (Sol-Gel-Verfahren) deutliche Verringerung der Prozesstemperatur von bisher über 900 Grad Celcius auf 350 Grad Celcius. Mit dem neuen Beschichtungsverfahren können jährlich in der Produktion bis zu 194 Megawattstunden Energie eingespart und damit 22 Tonnen CO2 vermieden werden. Die größte Umweltentlastung wird jedoch auf der nachgelagerten Produktebene erwartet – zum Beispiel durch längere Standzeiten von Plattenwärmeübertragern und durch die Einsparung von Edelstahl und Kupfer.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

22.01.2018 | Pressemitteilung Nr. 013/18 | Wirtschaft und Umwelt