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24.01.2017

Bundesumweltministerium zeichnet "Summendes Rheinland" für biologische Vielfalt aus

Staatssekretär Flasbarth übergibt Urkunde auf der Grünen Woche

Staatssekretär Flasbarth übergibt Urkunde auf der Grünen Woche

Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth hat heute auf der Internationalen Grünen Woche für mehr Natur in der Agrarlandschaft geworben. Als zukunftsweisend bezeichnete er das Projekt "Summendes Rheinland - Landwirte für Ackervielfalt", das die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft in der Niederrheinischen Bucht durchführt. Flasbarth zeichnete mit der Urkundenübergabe das "Summende Rheinland" als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt aus.

Flasbarth: "Das Projekt 'Summendes Rheinland' sensibilisiert den landwirtschaftlichen Berufsstand und die Bevölkerung für die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft. Es ist ein gutes Beispiel dafür, was auch in einer intensiv genutzten Ackerbauregion wie der Niederrheinischen Bucht für den Naturschutz und insbesondere für die gezielte Förderung von Wildbienen und anderen Bestäubern getan werden kann. Die Erfahrungen aus diesem Projekt bilden eine wichtige Grundlage für die künftige Ausgestaltung von Agrarförderprogrammen und die notwendige Neuausrichtung der Landwirtschaft auf mehr Nachhaltigkeit und Biodiversitätsschutz."

Im Projekt "Summendes Rheinland" der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft verfolgen Landwirte und Naturschützer gemeinsam das Ziel, die Lebensbedingungen für Wildbienen und andere bestäubende Insekten in der Niederrheinischen Bucht zu verbessern. Dabei wird auf drei Maßnahmen gesetzt: die Einsaat blühender Zwischenfrüchte, die Anlage mehrjähriger Blühstreifen aus regionalem Saatgut an Ackerrändern und die Installation von Wildbienen-Nisthilfen. Das "Summende Rheinland" wurde aber nicht nur als offizielles Projekt der UN-Dekade ausgezeichnet. Es wird als Projekt mit Modellcharakter auch mit 800.000 Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesumweltministerium gefördert.

Wildbienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern vieler Wildpflanzen sowie zahlreicher Kulturpflanzen (z. B. Raps und Obstbäume). Der Ertrag und die Qualität der Ernten sind höher, wenn sich daran nicht nur Honigbienen, sondern auch möglichst viele verschiedene Wildbienenarten beteiligen. Die Wildbienen haben es aber schwer in unserer intensiv genutzten Agrarlandschaft, denn hier mangelt es an kontinuierlichen Blühflächen und geeigneten Nistplätzen. Von den in Nordrhein-Westfalen vorkommenden, rund 320 Wildbienenarten gelten nach der Roten Liste bereits 45 Prozent als gefährdet, 45 Arten sind bereits ausgestorben.

Mit der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft die Staatengemeinschaft die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte und Beiträge ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.

Kontakt

Ansprechpartner beim Projekt:
Dr. Heiko Schmied
Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
Rochusstraße 18
53123 Bonn
Tel.: 0228/9090721-2

Pressekontakt UN-Dekade Biologische Vielfalt:
Pit Rauert Tel: 0228-97734-42
presse@undekade-biologischevielfalt.de

24.01.2017 | Pressemitteilung Nr. 025/17 | Produkte und Konsum