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18.09.2017

Energiesparende Gelatineproduktion

Die Gelinova GmbH in Heidelberg (Baden-Württemberg) plant, mit einer neuen Verarbeitungstechnik Biofolie aus Gelatine und Agar-Agar energie- und ressourcenschonend herzustellen. Dabei werden insbesondere Blattgelatine, aber auch Rollenware produziert.

Bundesumweltministerium fördert Pilotprojekt in der Lebensmittelindustrie

Die Gelinova GmbH in Heidelberg (Baden-Württemberg) plant, mit einer neuen Verarbeitungstechnik Biofolie aus Gelatine und Agar-Agar energie- und ressourcenschonend herzustellen. Dabei werden insbesondere Blattgelatine, aber auch Rollenware produziert. Während die Blattgelatine in Lebensmitteln, insbesondere im Haushalt, in Konditoreien, Diätküchen und der Lebensmittelproduktion verwendet wird, wird die Rollenware für Verpackungen genutzt. Für die Umsetzung des innovativen Vorhabens erhält das Heidelberger Unternehmen circa 2,3 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: "Oft wird Klimaschutz nur mit der Wärmedämmung an Häusern oder dem Abschalten von Kohlekraftwerken in Verbindung gebracht. Doch wichtige Einsparpotenziale liegen gerade auch in den klein- und mittelständischen Unternehmen, die wie hier die Gelinova, mit gutem Beispiel in ihren Branchen vorangehen. Die Förderprogramme des Bundesumweltministeriums unterstützen auch Unternehmen dabei, Ihre Produktion auf einen klimafreundlichen Zukunftskurs zu bringen."

Die Innovation des Vorhabens besteht in der erstmaligen Anwendung eines energie- und wassersparenden Verfahrens zum Auflösen der eingesetzten Rohstoffe (u. a. Gelatine, Agar-Agar). Der Prozess des Auflösens des Rohstoffpulvers in Wasser wird durch eine optimierte Dosierung so gesteuert, dass Wasser- und Abwassermenge im Vergleich zum Stand der Technik um ca. 70 bis 80 Prozent pro Jahr reduziert werden können. Im anschließenden Trocknungsprozess muss der Gelatine dann weniger Wasser entzogen werden. Dies reduziert den Energiebedarf für deutlich. Die während der Trocknung abgesaugte Warmluft wird darüber hinaus in diesem Verfahren aufgefangen und zurück in den Trockenkreislauf eingespeist. Mit dem Vorhaben können daher zusätzlich jährlich ca. 93.000 Kilowattstunden Energie sowie circa 62 Tonnen Gas eingespart werden. Daraus ergibt sich eine CO2-Minderung von 746 Tonnen pro Jahr.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

18.09.2017 | Pressemitteilung Nr. 310/17 | Förderprogramme