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10.08.1998

Gründung eines neuen Instituts für Interdisziplinäre Isotopenforschung (IIF) in Leipzig vereinbart

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit teilt mit:

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit teilt mit:

Im Rahmen einer Gemeinsamen Erklärung haben sich die Bundesregierung und der Freistaat Sachsen heute auf die Gründung eines neuen Instituts für Interdisziplinäre Isotopenforschung geeinigt. Von Seiten des Freistaates Sachsen wird die neue Einrichtung vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Die Bundesregierung ist neben dem Bundesumweltministerium durch das Bundesforschungsministerium vertreten.

Bundesumweltministerin Dr. Angela Merkel: "Das Forschungsinstitut soll Hilfestellung geben bei der Bewertung der Gefahren, die durch Eintrag radioaktiver Stoffe in die Umwelt entstehen können. Gleichzeitig soll es aber auch Verhaltensmechanismen radioaktiver Stoffe im menschlichen Körper erkunden."

Zwar sind in der Bundesrepublik Deutschland eine ganze Reihe von radiochemischen Arbeitsgruppen tätig, es gibt jedoch nur wenige größere Einheiten, die mit entsprechender wissenschaftlicher Qualität auch grundlegende Phänomene in diesem Forschungszweig angehen können. Das neu zu gründende Institut soll hier eine Lücke schließen. Es erhält die Chance, in einer interdisziplinären Zusammenarbeit insbesondere mit relevanten Instituten der näheren örtlichen Umgebung der Umweltforschung Impulse zu geben.

Das neue Institut wird seinen Sitz in unmittelbarer Nähe des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle, einer vom Bund und den Ländern Sachsen und Sachsen-Anhalt gemeinsam geförderten Großforschungseinrichtung, haben. Mit der Gründung des IIF werden Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Neustrukturierung und zum Erhalt radiochemischer Kompetenz am Standort Leipzig umgesetzt.

In der heute unterzeichneten Gemeinsamen Erklärung erklärt sich der Freistaat Sachsen zu einer institutionellen Förderung des Instituts bis zu zwei Millionen DM jährlich bereit. Die Bundesregierung beabsichtigt, ab dem Jahre 1999 jährlich Fördermittel von voraussichtlich ebenfalls zwei Millionen DM zu den oben genannten Themenbereichen zur Verfügung zu stellen.

Bundesumweltministerin Dr. Angela Merkel: "Diese Gemeinsame Erklärung von Bundesregierung und Freistaat Sachsen unterstreicht den hohen Stellenwert den Bund und Land der Strahlenforschung beimessen. Auf diesem Gebiet haben wir eine hohe Verantwortung, der wir mit diesem neuen Institut entsprechen."

10.08.1998 | Pressemitteilung 134/98 S