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24.11.2015

Hendricks fördert Projekte für Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier

75 deutsche Städte und Gemeinden kommen bis Ende 2018 in den Genuss des Bundesprogramms "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" (BIWAQ). Bundesbauministerin Barbara Hendricks gab heute den offiziellen Startschuss für die neue Förderrunde 2015-2018. Das Bundesprogramm wird gespeist aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesbauministeriums. Insgesamt stehen bis Ende 2018 Fördergelder in Höhe von rund 95 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit den Arbeitsmarktprojekten in Quartieren des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" erhalten Menschen in benachteiligten Stadt- und Ortsteilen bessere Chancen auf Arbeit. Gleichzeitig wird die Wirtschaft vor Ort gestärkt. Wichtig bei allen Projekten ist der Blick auf das Quartier: Die Förderung des einzelnen Menschen soll immer auch einen Mehrwert für das Quartier bringen.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: "Die BIWAQ-Projekte beziehen die Nachbarschaft ein, sei es, dass ältere Menschen begleitet werden oder gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im Quartier ein Nachbarschaftsgarten angelegt wird. Gleichzeitig qualifizieren sich die Teilnehmer durch die praktische Arbeit. Quartiere, in denen Integration und gesellschaftliche Teilhabe möglich ist, sind für eine funktionierende Gesellschaft sehr wichtig."

Welche Maßnahmen in den Quartieren im Einzelnen geeignet sind, konnten die Kommunen als Antragssteller selbst entscheiden. Dadurch sind die Angebote passgenau und bedarfsgerecht. Und sie tragen zu lebendigen Nachbarschaften bei. So kann ein neu eröffnetes Fahrrad-Reparaturcafé nicht nur für einen wieder nutzbaren Drahtesel sorgen, sondern für neue Kontakte unter den Bewohnerinnen und Bewohnern im Stadtteil.

Mit diesem Ansatz leistet BIWAQ auch einen Beitrag zur Integration der vielen neu zugewanderten Menschen in unserem Land: nach einer ersten Auswertung beschäftigt sich fast jedes zweite der 75 BIWAQ-Projekte mit unterschiedlichen Aktivitäten auch mit der Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Integration vor Ort kann nur gelingen, wenn die Chancen aller Bevölkerungsgruppen verbessert werden. Bildung und Arbeit im Quartier sind dabei entscheidende Faktoren.

24.11.2015 | Pressemitteilung Nr. 322/15 | Städtebau / Förderung