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19.09.2016

Hendricks nimmt an Internationaler Artenschutzkonferenz in Südafrika teil

Weitere Stationen der Afrika-Reise sind Ruanda und Kenia

Weitere Stationen der Afrika-Reise sind Ruanda und Kenia

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks tritt am 22. September eine einwöchige Reise in drei afrikanische Länder an. Zentrale Themen der Reise sind Fragen des Arten- und Naturschutzes, der Wildereibekämpfung und der Wiedergewinnung von Waldflächen. Stationen der Reise sind Südafrika, Ruanda und Kenia.

In der südafrikanischen Stadt Johannesburg wird Hendricks an der 17. Vertragsstaatenkonferenz zum Artenschutz-Abkommen CITES teilnehmen, bei der wichtige Entscheidungen über den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten auf der Tagesordnung stehen. Der Konferenz liegen unter anderem Anträge einiger afrikanischer Länder vor, den Handel mit Elfenbein und Nashornhorn wieder zuzulassen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks machte vor ihrer Abreise deutlich, dass eine Unterstützung dieser Anträge durch Deutschland ausgeschlossen sei.

"Wir sind entschieden für die Aufrechterhaltung des geltenden Handelsverbots von Elfenbein oder Nashornhorn. Angesichts der unkontrollierten Wilderei wäre eine Lockerung das absolut falsche Signal. Wir sind daher gegen die Anträge von Swasiland für Nashornhandel, von Zimbabwe und Namibia zur Aufnahme des Elfenbeinhandels oder von Südafrika zur Einführung eines Handelsmechanismus", sagte Hendricks.

Das Hauptaugenmerk Deutschlands bei der CITES-Konferenz liegt auf Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei, insbesondere an Elefanten. Darüber hinaus wird sich die deutsche Delegation für eine Eindämmung des zunehmenden Handels mit Amphibien und Reptilien einsetzen. Ein weiteres wichtiges Anliegen der Bundesregierung ist es, das CITES-Übereinkommen als Instrument für nachhaltigere Holzwirtschaft zu nutzen. Die immense Nachfrage nach Tropenhölzern durch internationalen Handel beschleunigt die Abholzung tropischer Regenwälder."

Im Hinblick auf die Bedeutung der Wildereibekämpfung wird Hendricks in Südafrika (KwaZulu-Natal) und in Kenia (nahe Amboseli Nationalpark) Projekte besuchen, die mit deutschen Mitteln finanziert werden. Hierbei steht insbesondere die lokale Bevölkerung als wichtiger Naturschutzpartner vor Ort im Zentrum. "Diese Projekte verbinden Bekämpfung der Wilderei mit einkommensschaffenden Maßnahmen und Beteiligung der betroffenen Bevölkerung. Dies ist der richtige Ansatz, und diesen möchte ich durch meinen Besuch hervorheben", sagte Hendricks.

In Ruanda, der zweiten Station der Reise, stehen Waldthemen im Vordergrund. Auf Einladung Ruandas sind in der Hauptstadt des Landes trilaterale Gespräche zur Wiederaufforstung mit dem ruandischen Umweltminister Vincent Biruta und der Umweltministerin von El Salvador, Lina Pohl, geplant. Dabei geht es um die Umsetzung von ruandischen Aufforstungsprojekten im Rahmen der "Bonn Challenge", einer 2011 in der Bundesstadt Bonn ins Leben gerufenen internationalen Aktionsplattform zur Wiedergewinnung von Waldflächen. Hendricks: "Ruanda ist auf dem besten Weg zu einem Musterland im Bereich des Schutzes und Wiederaufbaus von Wäldern. Deutschland unterstützt dies auch finanziell mit Mitteln aus der Internationalen Klimaschutz-Initiative meines Hauses in Höhe von 14 Millionen Euro."

Hendricks wird in Ruanda auch ein wichtiges Vorhaben zum Schutz der seltenen Berggorillas besuchen. Durch nachhaltigen Tourismus und Integration der angrenzenden Bevölkerung ist es seit vielen Jahren gelungen, diese Menschaffenart vor dem Aussterben zu bewahren und den Bestand stabil zu halten. Hendricks: "Dieser Ansatz ist ein Modell für andere Regionen Zentral- und Westafrikas und hat besondere Aufmerksamkeit verdient. Es ist mir wichtig, die Projekte und die Akteure vor Ort kennenzulernen, um die Zusammenarbeit beim Schutz der Biodiversität in Afrika, die auch für uns in Europa so wichtig ist, zu stärken."

In Nairobi/Kenia, der abschließenden Station der Reise, wird Hendricks zu Gesprächen mit den Exekutivdirektoren der beiden UN-Programme UNEP, Erik Solheim, und UN-Habitat, Joan Clos, zusammentreffen. Hendricks: "Deutschland ist daran interessiert, UNEP und UN-Habitat in ihrer Schlagkraft und Wirksamkeit weiter zu entwickeln und zu stärken."

19.09.2016 | Pressemitteilung Nr. 226/16 | Naturschutz/Biologische Vielfalt