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21.07.2016

Hendricks übernimmt Patenschaft für die Schneeleoparden-Zwillinge Anusha und Askar

Neunkircher Zoo
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Washingtoner Artenschutz­übereinkommens (CITES) übernimmt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Patenschaft für zwei junge Schneeleoparden: Anusha und Askar.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Washingtoner Artenschutz­übereinkommens (CITES) übernimmt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Patenschaft für zwei junge Schneeleoparden. Die Tiere wurden Anfang Mai 2016 im Zoologischen Garten Neunkirchen im Saarland geboren. Mit der Patenschaft bekommen die beiden Tiere auch Namen: Sie heißen jetzt Anusha und Askar. Hendricks: "Ich habe mich für die Namen Anusha und Askar entschieden, weil sie an die zentralasiatische Heimat und den Lebensraum der Art erinnern. Schneeleoparden faszinieren als Überlebenskünstler in einer kalten Welt aus Schnee und Stein. Doch der Mensch hat sie an den Abgrund gedrängt. Es ist nun höchste Zeit, ihre Zukunft zu sichern. Aber die beiden Schneeleopardengeschwister stehen auch für viele andere bedrohte Arten auf der Welt, die unter Wilderei und illegalem Wildtierhandel leiden.

"Um für die beiden Schneeleoparden passende Namen zu finden, hatte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine Aktion gestartet und darum gebeten, Vorschläge einzureichen. Aus einer Auswahl der beliebtesten Vorschläge hat sich Bundesumweltministerin Hendricks für Anusha ("schöner Morgen" oder auch "Stern") und Askar ("Schneeberg") entschieden.

Schneeleoparden bewohnen die Hochgebirge Zentralasiens und zählen nach der internationalen Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) zu den stark gefährdeten Arten. Lediglich 4000 bis 6400 dieser Großkatzen durchstreifen noch die kargen Lebensräume auf dem Dach der Welt. Aufgrund ihres wertvollen Fells werden die Tiere gewildert, ihre Knochen werden für die traditionelle asiatische Medizin illegal gehandelt. Aber auch Verfolgung durch Hirten zum Schutz der Weidetiere, Lebensraumzerstörung und die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels fördern den weiteren Rückgang der scheuen Einzelgänger.

Das BMUB setzt sich weltweit gegen Wilderei und den professionell organisierten Schmuggel mit Wildtierprodukten ein. Mit insgesamt drei Millionen Euro werden derzeit Projekte in Afrika und Asien gefördert, um dieser Entwicklung entgegenzutreten. Unter anderem wird damit eine bessere Überwachung der Tiere in den Schutzgebieten wie Nationalparks finanziert. Neben dem Schutz der wildlebenden Schneeleoparden kommt der Erhaltungszucht in Tiergärten eine besondere Bedeutung zu. Der Zoologische Garten Neunkirchen beteiligt sich mit seinen nun mittlerweile vier Schneeleoparden am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), welches 1985 ins Leben gerufen wurde. Dabei werden etwa 200 Schneeleoparden in circa 90 Tierhaltungen gemanagt.

21.07.2016 | Pressemitteilung Nr. 180/16 | Artenschutz