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29.09.2017

Rheinboulevard in Köln-Deutz mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis ausgezeichnet

Rheinboulevard in Köln-Deutz
Unter der Schirmherrschaft von Bundesbauministerin Barbara Hendricks wird heute der Deutsche Landschaftsarchitekturpreis verliehen. Der erste Preis geht an den von Planorama Landschaftsarchitektur Berlin gestalteten Rheinboulevard in Köln-Deutz.

Baustaatssekretär Gunther Adler ehrt Planorama Landschaftsarchitekten

Unter der Schirmherrschaft von Bundesbauministerin Barbara Hendricks wird heute der Deutsche Landschaftsarchitekturpreis verliehen. Der erste Preis geht an den von Planorama Landschaftsarchitektur Berlin gestalteten Rheinboulevard in Köln-Deutz. Mit dem seit 1993 alle zwei Jahre vergebenen Landschaftsarchitekturpreis des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten werden ästhetisch anspruchsvolle, innovative und ökologische Planungsleistungen ausgezeichnet.

Adler: "Mit dem Rheinboulevard Köln-Deutz hat Planorama Landschaftsarchitektur einen neuen 'place to be' in Köln geschaffen. Die Aufenthaltsqualität des rechten Rheinufers wurde erheblich gesteigert und zum neuen Treffpunkt. Urbanes Grün ist prägendes Element unserer Städte. Es übernimmt vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische, und klimatische Funktionen, kurz: Grün macht unsere Städte lebenswert. Landschaftsarchitektur übernimmt hierfür eine zentrale Funktion bei der Planung und Gestaltung unserer grünen Infrastruktur."

Der Rheinboulevard in Köln-Deutz erschließt die Deutzer Rheinseite über eine 500 Meter lange Treppe und schafft damit eine Stadttribüne mit Blick auf den Kölner Dom. Die Jury sieht mit der Gestaltung des Rheinboulevards die bisher schlummernden städtebaulichen Qualitäten der Deutzer Rheinseite in beispielhafter Weise geweckt. Insbesondere lobt sie den Mut zu dieser klaren und nur scheinbar einfachen Gestaltung. Zudem besticht das Projekt durch den integrierten Hochwasserschutz und den Umgang mit den historischen Schichten aus der über 2.000 jährigen Stadtgeschichte.

Neben dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis werden neun weitere Auszeichnungen in den Kategorien "Pflanzenverwendung", "Grüne Infrastruktur als Strategie", "Quartiersentwicklung / Wohnumfeld", "Partizipation und Planung", "Naturschutz und Landschaftserleben", "Sport, Spiel, Bewegung", "Klimaanpassung und Nachhaltigkeit", "Licht im Freiraum", "Landschaftsarchitektur im Detail" sowie ein Sonderpreis vergeben.

In den vergangenen vier Jahren hat das Bundesbauministerium das Thema "Grün in der Stadt" zu einem Schwerpunkt seiner Stadtentwicklungspolitik gemacht. Mit dem neuen Städtebauförderungsprogramm "Zukunft Stadtgrün" stellt der Bund 50 Millionen Euro für urbanes Grün und grüne Infrastruktur in den Quartieren bereit. Ergänzt werden diese Mittel um jeweils 50 Millionen Euro von den Ländern und den Kommunen. Außerdem hat der Bund mit dem Weißbuch "Stadtgrün" für zehn Handlungsfelder konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie er die Arbeit der Kommunen und auch anderer Akteure bei der Sicherung und Qualifizierung urbaner Grün- und Freiflächen unterstützen möchte. Bei der Umsetzung des Weißbuchs sei die Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten unerlässlich, betonte Adler.

29.09.2017 | Pressemitteilung Nr. 322/17 | Bauwesen