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20.10.2015

Schwarzelühr-Sutter besucht zukünftiges Biosphärengebiet Südschwarzwald

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Rita Schwarzelühr-Sutter hat heute mit Baden-Württembergs Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde das geplante Biosphärengebiet Südschwarzwald besucht. Auf Einladung der Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer tauschten sie sich in Sankt Blasien, Südschwarzwald, mit Landräten, Bürgermeistern und Vertretern der beteiligten Kommunen über die Einrichtung des Biosphärengebiets aus.

"Die baldige Ausweisung des Biosphärengebiets im Südschwarzwald ist ein wichtiges und starkes Signal für mehr Naturschutz in Deutschland", sagte Schwarzelühr-Sutter bei ihrem Besuch. Sie hob besonders den intensiven Dialog des Regierungspräsidiums Freiburg mit den beteiligten Kommunen und der Bevölkerung hervor: "Die basisorientierte Kommunikation mit der örtlichen Bevölkerung ist vorbildlich, denn die Gemeinden und Städte müssen sich mit ihrem Biosphärengebiet identifizieren und hinter der Idee des UNESCO-Programms stehen."

Nach der rechtskräftigen Ausweisung des Biosphärengebiets Südschwarzwald, die das Regierungspräsidium Freiburg für den 1. Januar 2016 plant, muss das Land Baden-Württemberg bis September 2016 den Antrag auf dessen internationale Anerkennung bei der UNESCO in Paris einreichen, um den Titel "UNESCO-Biosphärenreservat" zu erhalten. Die UNESCO-Anerkennung des Südschwarzwalds könnte dann im Juni 2017 erfolgen.

Die Grundlage für das zukünftige Biosphärengebiet Südschwarzwald bildet das 2012 erfolgreich abgeschlossene Naturschutzgroßprojekt des Bundes "Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental", das die Erhaltung einer alten Natur- und Kulturlandschaft auf einer Fläche von über 10.000 Hektar zum Ziel hatte. Zwischen 2002 und 2012 wurden die Naturschutzmaßnahmen mit fast vier Millionen Euro aus dem Bundesprogramm "chance.natur – Bundesförderung Naturschutz" vom Bundesumweltministerium gefördert.

Deutschland verfügt bereits über ein bundesweites Netz an großen Schutzgebieten, den sogenannten Nationalen Naturlandschaften. Dazu gehören mit dem Nordschwarzwald 16 Nationalparke, 15 UNESCO-Biosphärenreservate und über 100 Naturparke. Jedes dieser Schutzgebiete leistet seinen spezifischen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität.

20.10.2015 | Pressemitteilung Nr. 266/15 | Naturschutz/Biologische Vielfalt