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13.09.2017

Siegerehrung im "Papieratlas-Wettbewerb"

100 Städte und 39 Hochschulen haben beim 10. bundesweiten Papieratlas-Wettbewerb mitgemacht – so viele wie noch nie. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zeichnete am 13. September in Berlin die Gewinner aus.

Hendricks zeichnet Solingen und die Uni Osnabrück für vorbildliche Beschaffungspolitik aus

100 Städte und 39 Hochschulen haben beim 10. bundesweiten Papieratlas-Wettbewerb mitgemacht – so viele wie noch nie. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zeichnete heute in Berlin die Gewinner aus. Hendricks: "Die nachhaltige Beschaffungspolitik ist ein wichtiger Beitrag zur Erreichung unserer globalen und nationalen Klimaschutzziele. Es ist ein ermutigendes Signal, dass immer mehr Städte und Universitäten auf umweltfreundliches Recyclingpapier mit dem Blauen Engel setzen und damit eine Vorbildfunktion übernehmen. Sie tragen damit erheblich dazu bei, Energie und Wasser zu sparen und CO2-Emissionen zu senken."

Seit zehn Jahren fördert der Papieratlas-Wettbewerb nachhaltiges Wirtschaften auf kommunaler Ebene. Städte und Gemeinden sollen motiviert werden, ihre Beschaffungspolitik auf Recyclingpapier umzustellen. Der Papieratlas 2017 belegt, dass die deutschen Großstädte inzwischen durchschnittlich 86 Prozent Recyclingpapier mit dem Blauen Engel verwenden.

Im diesjährigen Städtewettbewerb 2017 setzten sich unter anderem die Städte Solingen, Halle (Saale), Essen, Bonn, Potsdam, Bremerhaven, Hameln, Worms als recyclingpapierfreundlichste Städte Deutschlands durch. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wurden in diesem Jahr erneut die "Recyclingpapierfreundlichsten Hochschulen" gekürt. Die Universität Osnabrück, die Hochschule Rhein-Waal, die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und die Universität Tübingen erhielten die Auszeichnung als recyclingpapierfreundlichste Hochschulen Deutschlands.

Bereits seit 2000 wirbt die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR), ein Zusammenschluss von 25 namhaften Unternehmen, in Wirtschaft und Kommunen für den Einsatz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Die IPR wird unterstützt durch das Bundesumweltministerium, den Deutschen Städtetag, den Deutschen Städte- und Gemeindebund, den Deutschen Hochschulverband und das Umweltbundesamt.

Für den Papieratlas 2017 haben über 100 Städte und 39 Hochschulen ihren Papierverbrauch sowie ihre Einsatzquoten von Recyclingpapier gemeldet. 2016 nahmen 91 Städte und 36 Hochschulen an dem Wettbewerb teil.

Informationen über Recyclingpapier mit dem Blauen Engel

Recyclingpapier ist ein effizientes Instrument, um wertvolle Ressourcen zu schonen. Mit Recyclingpapier werden rund 60 Prozent weniger Energie und Wasser benötigt – unter Beibehaltung der gewohnten Verwendungsmöglichkeiten und der Qualität.

Seit mehreren Jahrzehnten existiert in Deutschland im Bereich Papier das Umweltzeichen Blauer Engel für Recyclingpapier. Der Blaue Engel berücksichtigt neben der Herkunft der Rohstoffe auch Umwelt- und Gesundheitsaspekte bei der Produktion und beim Einsatz der Papiere. Der Blaue Engel für Recyclingpapier fordert einen Anteil von 100 Prozent Altpapier. Das bedeutet: geringer Wasser- und Energieverbrauch bei der Herstellung, Schonung der Wälder sowie Förderung der Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus müssen Recyclingpapiere mit dem Blauen Engel hohe Anforderungen bei der Auswahl der eingesetzten Altpapiere erfüllen. Ein Einsatz von Chemikalien und Hilfsstoffen ist nur äußerst begrenzt zulässig. Das Umweltzeichen Blauer Engel für Recyclingpapier ist damit in Deutschland für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Einkäufer die eindeutig umweltfreundlichste Wahl bei Papier.

13.09.2017 | Pressemitteilung Nr. 303/17 | Nachhaltige Entwicklung