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23.10.2017

Sport und Umwelt: Im Team zu mehr Nachhaltigkeit

Sport beansprucht Natur und Landschaft, verbraucht Ressourcen und verursacht Mobilität. Der Beirat "Umwelt und Sport" des Bundesumweltministeriums hat nun ein Positionspapier "Sport 2020 – Impulsgeber für eine nachhaltige Gesellschaft" herausgegeben.

Beirat „Umwelt und Sport“ schließt Legislaturperiode mit Positionspapier

Mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland treiben wöchentlich Sport im Freien. Sie erfreuen sich an der Natur, die die positiven Wirkungen von Sport und Bewegung verstärkt. Damit beansprucht der Sport Natur und Landschaft, verbraucht Ressourcen und verursacht Mobilität. Der Beirat "Umwelt und Sport" des Bundesumweltministeriums hat zum Abschluss der 18. Legislaturperiode ein Positionspapier "Sport 2020 – Impulsgeber für eine nachhaltige Gesellschaft" verfasst. Darin zeichnet er Leitlinien für einen nachhaltigen Sport, die künftige Herausforderungen und zentrale Handlungsfelder im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung darstellen. Das Leitbild gibt auch Hinweise zur Lösung von Konflikten zwischen Sport und den Zielen von Luftreinhaltung, Klima-, Natur- und Lärmschutz.

Beiratssprecher Prof. Dr. Ralf Roth: "Mit dieser Expertise zeigt der Beirat, dass der Sport mit über 50 Millionen Aktiven und seiner breiten gesellschaftlichen Verankerung ein enormes Potenzial bietet, um die nachhaltige Entwicklung in Deutschland voranzutreiben – sei es bei der Nutzung von Natur und Landschaft, beim Klimaschutz, durch eine nachhaltige Mobilität, nachhaltig gestaltete Sportveranstaltungen oder auch durch nachhaltige Sportartikel."

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie zielen unter anderem darauf ab, das Alltagsleben nachhaltiger zu gestalten. Hier kann der Sport mit seiner Vielzahl an Engagierten eine Vorbild- und Multiplikatorenfunktion einnehmen. Denn mit einer nachhaltig ausgerichteten Sportentwicklung werden auch vielfältige Impulse für andere Gesellschaftsbereiche gesetzt.

Viele wissenschaftliche Untersuchungen belegen beispielsweise, dass Bewegungsmangel und Übergewicht sich immer weiter verbreiten. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und den Alltag bewegungsreicher gestalten, ist es nötig, Freude an Bewegung zu wecken, Bewegungsräume zu eröffnen und damit einen gesunden Lebensstil insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Bewegung und Sport in der Natur dienen damit jedoch nicht ausschließlich der Gesundheit. Sie können gleichermaßen ein Bewusstsein für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und den Erhalt der Natur schaffen.

Das Positionspapier des Beirates "Umwelt und Sport" bietet allen Akteuren im Bereich des Sports wertvolle, praxisorientierte Ansätze, um sich – ganz im sportlichen Sinne eines "Mannschaftsprojektes" – gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit zu engagieren und damit ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Deutschlands zu leisten.

23.10.2017 | Pressemitteilung Nr. 339/17 | Tourismus und Sport