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01.06.2013

Vertreter aus zehn Vorreiterländern gründen "Club der Energiewende-Staaten"

Auf Einladung von Bundesumweltminister Peter Altmaier haben Vertreter von 10 Staaten in Berlin den "Club der Energiewende-Staaten" gegründet. Gemeinsames Ziel ist, den Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit voranzutreiben.

"Wir Clubmitglieder wollen mit gutem Beispiel vorangehen", sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier. "Der Club der Energiewende-Staaten ist eine politische Initiative von Vorreitern, die ein großes Ziel eint: eine globale Energiewende." Demnach sollten erneuerbare Energien eine führende Rolle in der künftigen Weltenergieversorgung übernehmen.

"Wir sind entschlossen, gemeinsam als Verteidiger und Verwirklicher der erneuerbaren Energien auf globaler Ebene aufzutreten", sagte Altmaier. "Wir sind in Deutschland mit unserer Energiewende nicht alleine, sondern wir sind Teil einer starken Führungsgruppe."
Der Club versteht sich als Ergänzung und Unterstützung der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien IRENA.

"Die erneuerbaren Energien sind nicht nur ein gutes Mittel für den Klimaschutz. Sie tragen auch weltweit zu Wohlstand und Versorgungssicherheit bei", sagte Altmaier. "Das macht sie gerade in Zeiten wachsenden Energiehungers so attraktiv für Länder auf der ganzen Welt."

Die Clubmitglieder verständigten sich darauf, das Thema erneuerbare Energien in Zukunft gemeinsam auf die politische Agenda zu setzen. So werde man bei der nächsten UN-Klimakonferenz mit einem gemeinsamen Auftritt auf die Vorteile der erneuerbaren Energien für Wohlstand, Klima und nachhaltige Entwicklung hinweisen. Zudem wolle man als Netzwerk und Ideengeber auch Anstöße für konkrete Projekte einer globalen Energiewende geben.

Die anwesenden Staatenvertreter verabschiedeten am Samstagvormittag ein Communiqué, in dem sie sich zu ihrer Vorbildfunktion bekannten. "Wir rufen andere Länder dazu auf, unserem Beispiel zu folgen und bekräftigen unsere Bereitschaft, Informationen und Erfahrungen zu teilen", heißt es in der Erklärung.

Der Club geht auf eine Initiative von Bundesumweltminister Peter Altmaier zurück. Gründungsmitglieder sind China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Indien, Marokko, Südafrika, Tonga, die Vereinigten Arabischen Emirate, das Vereinigte Königreich sowie der Generaldirektor der IRENA, Adnan Amin. Mehr als 40 Prozent der weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien entfallen derzeit auf die zehn Clubstaaten.

Das nächste Treffen des Clubs soll auf Einladung der Vereinigten Arabischen Emirate im Januar 2014 im Rahmen der IRENA-Vollversammlung in Abu Dhabi stattfinden.

01.06.2013 | Pressemitteilung Nr. 075/13 | Internationale Umweltpolitik