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13.12.2017

Neue Wege für Pendler: Attraktive Arbeitgeber setzen auf nachhaltige Mobilität

Barbara Hendricks sprach am 13. Dezember im Umweltforum Berlin zur Förderung des betrieblichen Mobilitätsmanagements.

– Es gilt das gesprochene Wort –

Kollege Schmidt,
Herr Brübach,
Wettbewerbsteilnehmerinnen und Wettbewerbsteilnehmer,
Damen und Herren, 

ich heiße Sie alle herzlich willkommen und freue mich, dass wir mit dem Wettbewerb "mobil gewinnt" auf eine so große Resonanz gestoßen sind. Und ich freue mich auch darüber, dass die von uns beiden hier vertretenen Ressorts heute ganz auf einer Linie sind. Wir sind vollkommen einer Meinung, wenn wir sagen: Mobilität geht uns alle an!

Das gilt für Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre betriebliche Logistik und den Fuhrpark organisieren.Das gilt für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihren täglichen Weg zur Arbeit bewältigen.
Und das gilt natürlich auch für uns alle als Privatpersonen.
Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und unternehmerische Freiheit. Und auch wenn wir alle von der in den letzten Jahrzehnten gewachsenen Mobilität profitieren, so gibt es doch auch an manchen Stellen negative Auswirkungen, über die man sprechen muss: Gerade in unseren Städten ist der enorme Platzbedarf des Verkehrs, sein Lärm und seine Abgase eine ernste Belastung für Leben und Gesundheit der Menschen. Hinzu kommen die nicht sichtbaren Emissionen, die den Klimawandel weiter befeuern. Dieser Punkt war übrigens einer der Anlässe für den Wettbewerb "mobil gewinnt".

Mit der Energiewende hat sich Deutschland als Vorreiter in Sachen Klimaschutz positioniert. Wie Sie wissen, haben wir uns das Ziel gesetzt, unsere klimaschädlichen Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken. Wenn wir diese Hürde nehmen wollen, müssen wir unsere Bemühungen noch einmal deutlich verstärken. Das wird sicherlich eine der zentralen Aufgaben für eine neue Bundesregierung sein.

Ich glaube, uns ist allen klar, dass das ein Kraftakt wird. Gleichzeitig muss man sagen: Unser Land hat inzwischen schon einige Kraftakte erfolgreich bewältigt – denken wir zum Beispiel an den Atomausstieg und den Umstieg hin zu einer treibhausgasneutralen Gesellschaft. Warum sollten wir nicht auch diese Herausforderung bestehen? Dem Verkehrsbereich kommt dabei übrigens eine besonders wichtige Rolle zu. Er ist in Europa der größte Einzelsektor in Sachen Treibhausgasemissionen. Und in Deutschland fließt fast ein Drittel der Endenergie in den Verkehr.

Die Energiewende hat beim Strom große Fortschritte gemacht, im Verkehr aber bisher noch nicht. Das muss sich ändern. Und die Chancen hierfür beginnen sich schon mehr und mehr abzuzeichnen. Die E-Mobilität nimmt Fahrt auf. Sie ist ein Langstreckenprojekt. Aber wenn Sie schon einmal ein Elektroauto gefahren sind, dann wissen Sie: Moderne E-Autos stehen ihren Benzin und Diesel verbrauchenden Verwandten inzwischen kaum noch nach. Schon 2025 sollen bis zu ein Viertel aller Neuwagen von VW, BMW und Mercedes elektrisch fahren. Unsere großen Hersteller hierzulande wollen jedenfalls das Feld nicht China überlassen. Das ist der richtige Weg. Auch der Radverkehr spielt eine große Rolle und ist schon lange in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Gerade in den Städten ist er oftmals das schnellste, sicherlich aber das gesündeste Fortbewegungsmittel.
Und auch der öffentliche Nahverkehr wandelt sich. Immer mehr Verkehrsbetriebe erweitern ihr Spektrum, werden flexibler und verknüpfen sich mit Car- und Bikesharing Angeboten. Sie werden auch noch sauberer als bisher, zum Beispiel durch E- und Hybridbusse. Und wir Nutzer bekommen jede Verbindung in Sekundenschnelle auf unserem Smartphone angezeigt. Diese Trends zeigen: Mobilität und Klimaschutz gehen zunehmend Hand in Hand.
Und dass es sich bei grünen Technologien um einen Zukunftsmarkt handelt, davon muss ich hier sicherlich niemanden mehr überzeugen. Wir tun also nicht nur etwas für's Klima, wir tun damit auch etwas für gute Arbeitsplätze, nachhaltiges Wirtschaftswachstum und mehr Lebensqualität.

Vielen Dank.

13.12.2017 | Rede Dr. Barbara Hendricks | Berlin