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30.09.2015

Rede von Rita Schwarzelühr-Sutter bei der UNEP-Veranstaltung "Protecting our Planet and Combatting Climate Change"

Porträt von Rita Schwarzelühr-Sutter
Rede von Rita Schwarzelühr-Sutter bei der UNEP-Veranstaltung "Protecting our Planet and Combatting Climate Change"

- Es gilt das gesprochene Wort. -

Sehr geehrte Vorsitzende,
Exzellenzen,
meine Damen und Herren,

der Beschluss der Agenda 2030 ist ein Meilenstein für die Weltgemeinschaft. Erstmals bekennen sich alle Staaten zu einem ambitionierten Rahmen der nachhaltigen Entwicklung.
Ich hoffe, dass uns der große Geist, in dem die Verhandlungen geführt wurden, auch begleiten wird, wenn wir die Ziele umsetzen.

Es freut mich besonders, dass es uns gelungen ist, den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt als eines der 17 Ziele im Vertrag zu etablieren. Zusätzlich haben wir die Biodiversität als Unterziel in weiteren Zielen wie zum Beispiel der Landwirtschaft, der Wasserversorgung und der Stadtentwicklung verankert. Das spiegelt die grundlegende Bedeutung stabiler und gesunder Ökosysteme für unseren Planeten wider.

Die deutsche Bundesregierung hat die Bedeutung der biologischen Vielfalt für eine nachhaltige Entwicklung erkannt und sie konsequent als einen Schwerpunkt ihrer internationalen Zusammenarbeit etabliert. Seit 2013 stellen das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und das Bundesumweltministerium gemeinsam jährlich eine halbe Milliarde Euro für Biodiversität zur Verfügung. Unser Ziel ist es, diese Mittel in den nächsten Jahren weiter zu steigern. Das Instrument des Bundesumweltministeriums für den internationalen Klima- und Biodiversitätsschutz ist die Internationale Klimaschutzinitiative – IKI. Zwischen 2008 und 2014 haben wir damit über 1,6 Milliarden Euro mobilisiert – wovon fast 600 Millionen Euro dem Schutz der biologischen Vielfalt zu Gute kamen. Mit der IKI verfolgen wir drei Grundsätze:

Erstens: Die IKI strebt größtmögliche Synergien zwischen Klimaschutz und Biodiversität an. Wir unterstützen klassische Minderungs- und Naturschutzmaßnahmen. Darüber hinaus fördern wir aber auch Vorhaben zur ökosystembasierten Anpassung an den Klimawandel und Projekte zum Schutz und zur Wiederherstellung natürlicher Kohlenstoffsenken.

Zweitens: Die IKI ist ein Multistakeholder-Instrument. Neben staatlichen Institutionen fördern wir ganz bewusst auch Vorhaben von Nichtregierungsorganisationen, Institutionen der Vereinten Nationen, Think Tanks und der Privatwirtschaft.

Drittens: Die IKI setzt auf Mainstreaming. Wir fördern gezielt Vorhaben, bei denen biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen in sektorale Planungen integriert werden. So wollen wir zum Beispiel, dass die biologische Vielfalt in der nachhaltigen Agrar- und Stadtentwicklung eine stärkere Berücksichtigung findet.

Die deutsche Bundesregierung ist fest entschlossen, ihren Beitrag zu leisten, damit die Agenda 2030 ein weltweiter Erfolg wird.

Vielen Dank.

30.09.2015 | Rede Rita Schwarzelühr-Sutter | New York