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Verbraucherschutz vor Umweltkontaminanten in Lebensmitteln

Blei, Cadmium, Quecksilber

Zu den Umweltkontaminanten in Lebensmitteln, von denen je nach Gehalt gesundheitliche Gefahren für die Verbraucherinnen und Verbraucher ausgehen können, gehören Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber.

Schwermetalle kommen zum einen ohne Eingriffe des Menschen, also natürlicherweise, in der Umwelt und auch in Lebensmitteln vor. Zum anderen rührt ihr Vorkommen ebenso aus Eingriffen des Menschen in die Umwelt, ist also auch anthropogen bedingt. Schwermetalle werden in nahezu allen Industriebereichen angewandt beziehungsweise in vielfältiger Weise technisch genutzt. Sie gelangen durch Produktionsabfälle, durch die Anwendung entsprechender Produkte und durch die Abfallentsorgung dieser Produkte in die Umwelt und können in die Lebensmittel gelangen. Viele Einflüsse auf die Umwelt und die Lebensmittel, so auch der Schwermetallgehalt, können sowohl anthropogen als auch natürlich bedingt sein; eine eindeutige Abgrenzung ist nicht möglich.

Bereits seit 1993 gelten zum Schutz der menschlichen Gesundheit EU-weit Höchstgehalte für Quecksilber in Fischen und Fischereierzeugnissen, seit April 2002 Höchstgehalte für Blei und Cadmium in verschiedenen Lebensmitteln wie Getreide, Gemüse und Früchte sowie Fleischerzeugnisse und Fischereierzeugnisse und seit Juli 2009 Höchstgehalte für Blei, Cadmium und Quecksilber in Nahrungsergänzungsmitteln. Heute sind die europaweit geltenden rechtsverbindlichen Höchstgehalte in der Kommissionsverordnung (EG) Nummer 1881/2006 vom 19. Dezember 2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln, auch für die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern, festgeschrieben.

Die Bestimmung des Bleigehalts, Cadmiumgehalts und Quecksilbergehalts im Rahmen des jährlichen Lebensmittel-Monitoring ergaben, dass der Anteil der Proben mit Überschreitung der Höchstgehalte für die oben genannten Schwermetalle bis auf wenige Ausnahmen im Großen und Ganzen gering ist.