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Nationaler Allokationsplan (NAP)

Der Nationale Allokationsplan (NAP) ist ein gesamtwirtschaftlicher Zuteilungsplan für Emissionsberechtigungen. Der Nationale Allokationsplan I teilt jene für 2005 bis 2007, der Nationale Allokationsplan II jene für 2008 bis 2012 zu. Der Nationale Allokationsplan besteht aus Makroplan und Mikroplan. Ziel des Makroplans ist der Nachweis der Erfüllung der jeweiligen nationalen Verpflichtungen im Rahmen des Burden Sharing. Das Burden Sharing, die sogenannte EU-Lastenverteilung, bezeichnet die europarechtliche Festlegung, die gemeinsame Reduktionsverpflichtung aus dem Kyoto-Protokoll in unterschiedlich hohe Einzelziele der jeweiligen Staaten aufzuteilen. Für den Makroplan müssen für alle Makrosektoren (Private Haushalte, Dienstleistungen/Gewerbe, Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr) Ziele festgelegt werden. Für Neuemittenten wird eine Reserve an Emissionsberechtigungen (EB) geschaffen. Datengrundlage für den Mikroplan der ersten Handelsperiode 2005 bis 2007 waren die Jahre 2000 bis 2002. Darauf aufbauend wurden die Regeln für die Zuteilung der Emissionsberechtigungen auf die einzelnen Anlagen angewandt. Nach Abschluss der Arbeiten der nationalen Regierungen prüfte die EU-Kommission die Nationalen Allokationspläne der Mitgliedsstaaten.

Die dritte Handelsperiode 2013 bis 2020

Am 1. Januar 2013 startete die dritte Handelsperiode. Diese bringt verschiedene Änderungen in der Struktur des Europäischen Emissionshandels mit sich. Die Richtlinie 2009/29/EG der Europäischen Kommission ändert die Emissionshandelsrichtlinie und bildet die rechtliche Grundlage für die dritte Handelsperiode. Eine der wesentlichsten Änderungen ist die Zentralisierung der Zuteilung. Dies bedeutet, dass es keine nationalen Allokationspläne mehr gibt, sondern eine von der Kommission festgelegte Mengenbegrenzung und einheitliche Zuteilungsregeln für alle Mitgliedsstaaten. Die Regeln zur kostenlosen Zuteilung von Emissionszertifikaten sind in dem Beschluss der Kommission vom 27. April 2011 enthalten. Die Zuteilungsverordnung 2020 setzt diesen Beschluss in nationales Recht um.