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Globaler Kohlenstoffmarkt

Kohlenstoffmärkte ermöglichen es, die Umsetzung von Klimaschutz möglichst effizient zu gestalten. Marktbasierte Klimaschutzinstrumente setzen Anreize, damit Treibhausgasemissionen zuerst dort reduziert werden, wo es am kostengünstigsten ist. Die deutsche Bundesregierung setzt sich daher für die schrittweise Entwicklung eines globalen Kohlenstoffmarktes ein.

Das Übereinkommen von Paris (Paris Agreement – PA) markiert einen Meilenstein bei der Fortentwicklung internationaler marktbasierter Klimaschutzmechanismen. Zugleich haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Ländern eigenständig preisbasierte Klimaschutzinstrumente wie Emissionshandelssysteme oder Treibhausgassteuern installiert. Die Liste der Länder, die ebenfalls eine Einführung solcher Instrumente erwägen, ist lang. 

Mit dem neuen internationalen Klimaschutzübereinkommen, das Ende 2015 in Paris verabschiedet worden ist, wurde eine Grundlage für den internationalen Handel und Transfer von Minderungsleistungen geschaffen. Artikel sechs des Paris Agreement sieht hierfür neben der Einrichtung eines neuen internationalen Marktmechanismus auch Möglichkeiten zur Nutzung nationaler Mechanismen vor, die ab 2020 zur Anwendung kommen sollen. Diese zukünftigen Mechanismen können auf den Erfahrungen aufbauen, die mit den unter dem Kyoto-Protokoll eingerichteten Mechanismen Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism bereits gesammelt wurden. Die Kyoto-Mechanismen werden bis zum Inkrafttreten des Übereinkommens von Paris weiterhin von Bedeutung sein. Unklar ist derzeit jedoch, welche Rolle sie ab 2020 spielen werden.