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Verhandlungsprozess und Ratifizierung

Damit das Kyoto-Protokoll völkerrechtlich wirksam werden konnte, mussten mindestens 55 Staaten der Klimarahmenkonvention, die zusammen mindestens 55 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Industrieländer aus dem Jahr 1990 verursachten, das Protokoll ratifizieren.

Mit der Ratifizierung durch Russland, das für rund 16 Prozent der CO2-Emissionen der Industrieländer in 1990 verantwortlich war, konnte das Kyoto-Protokoll 2005 in Kraft treten. Mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls verpflichteten sich die Industriestaaten verbindlich dazu, ihre Emissionen der wichtigsten Treibhausgase – darunter Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) zu senken. Hierfür sieht das Protokoll individuelle Vorgaben für die einzelnen Länder vor, die innerhalb sogenannter Verpflichtungsperioden umgesetzt werden müssen. Um dies zu erreichen, stehen den Staaten neben der Minderung eigener Emissionen auch verschiedene flexible Instrumente zur Verfügung: die sogenannten Kyoto-Mechanismen.

Konkrete Details zur Funktionsweise der Kyoto-Mechanismen sowie des Protokolls insgesamt legte die Klimakonferenz in Kyoto 1997 nicht fest. Diese wurden in den nachfolgenden Klimakonferenzen geklärt. Eine zentrale Rolle kam in diesem Kontext der Konferenz in Marrakesch 2001 (COP 7) zu: In den sogenannten "Marrakesh Accords" wurden unter anderem Detail-Regelungen zur Nutzung der Kyoto-Mechanismen, zur Anrechenbarkeit von Senken, also der natürlichen Speicherung von Kohlenstoff in Wäldern, Böden und Meeren, sowie zur Förderung des Klimaschutzes in den Entwicklungsländern beschlossen.

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