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Antworten an Klimaskeptiker

Wir werden immer wieder gefragt …

Täglich erreichen uns viele Fragen zum Klimaschutz und zur Umsetzung der Energiewende.

Es gibt überhaupt keinen Beweis für den Klimawandel.

Der Weltklimarat IPCC konstatiert: "Es ist äußerst wahrscheinlich (die Eintrittswahrscheinlichkeit für diese Aussage liegt bei 95 - 100 Prozent), dass der menschliche Einfluss die Hauptursache der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts war." Einen "Beweis", das heißt eine 100-prozentige Sicherheit abzuwarten, hieße unter Umständen, unumkehrbare Schäden in Kauf zu nehmen. Umweltpolitik ist aber dem Vorsorgeprinzip verpflichtet, das heißt die entscheidende Frage lautet: Ist die drohende Gefahr, auch wenn sie nicht mit absoluter Sicherheit eintritt, so groß, dass gehandelt werden muss? Diese Frage bejahen nicht nur über 97 Prozent der Wissenschaft, sondern auch eine große Mehrheit in Politik und Bevölkerung.

Klima hat sich schon immer verändert, daran ist nicht der Mensch Schuld.

Die globale Mitteltemperatur steigt, weil die Menschen Treibhausgase emittieren. Ermittelt wird dies, indem die jährliche Durchschnittstemperatur mit einem zurückliegenden Mittel über zum Beispiel 30 Jahre verglichen wird. Die Grafik (rechts) zeigt die Temperaturreihe der Universität von East Anglia und des Britischen Meteorologischen Dienstes (HadCRUT). Sie weist das Jahr 2016 als das wärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen aus. 

Der Mensch kann gar nichts gegen Klimawandel machen.

Um die globale Erwärmung zu begrenzen, ist eine weltweite Treibhausgasneutralität bis spätestens 2100 notwendig. Viele der dafür notwendigen Technologien existieren bereits und sind wirtschaftlich nutzbar.

Klimawandel ist doch super – wird’s endlich ein bisschen wärmer in Deutschland.

Eine Erwärmung in Deutschland und vor allem nördlicheren Ländern eröffnet in der Tat neue Möglichkeiten. Gleichzeitig bedeutet sie aber auch neue Risiken – zum Beispiel für die Landwirtschaft und Gesundheitsvorsorge. Zudem werden sich global Fluchtbewegungen verstärken, da mehr und mehr Länder oder Landstriche unbewohnbar werden. Zudem erhöht der Klimawandel die Häufigkeit, mit der es zu extremen Wetterereignissen wie Überschwemmungen und Stürmen kommt – auch in Deutschland.

Ist die EU nicht ohnehin nur für einen kleinen Teil der weltweiten Emissionen verantwortlich? Was können wir da schon bewirken?

Beim Klimaschutz ist die EU dem Rest der Welt leider nicht voraus, auch wenn dies wirtschaftlich sinnvoll wäre. Auch ist Deutschland innerhalb der EU nicht der Klima-Primus – andere haben in den letzten Jahren mehr gemindert. (Zwischen-)Ziele auf EU-Ebene dienen dazu, dass das im Pariser Übereinkommen vereinbarte Ziel einer globalen Treibhausgasneutralität in der zweiten Hälfte dieses Jahrhundert schrittweise erreicht werden kann. Die aktuelle US-Bundesregierung hat ihren Austritt aus dem Pariser Übereinkommen angekündigt – er würde frühestens zum 4. November 2020 wirksam. Viele Akteure unterhalb der Bundesebene unterstützen dies nicht und betreiben aktiv Klimaschutz. Einige arbeiten im Memorandum of Understanding "Under 2" mit deutschen Akteuren zusammen.

Kosten Klimaschutz und Energiewende nicht viel zu viel?

Der IPCC verweist in seinem 5. Sachstandsbericht auf die möglicherweise unumkehrbaren Folgen ungebremsten Klimawandels gegenüber den überschaubaren Kosten ambitionierten Klimaschutzes. Der Weltklimarat konstatiert, dass das globale Wirtschaftswachstum durch ambitionierten Klimaschutz nur geringfügig verringert wird.