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Absichtserklärung zu Schutz von Greifvögeln

Raptors MoU

Schreiadler sitz auf einem Baumstamm

Das Raptors MoU (Memorandum of Understanding) ist eine Absichtserklärung, ein politisch aber nicht völkerrechtlich bindendes internationales Instrument zum Schutz von Greifvögeln. Im Jahre 2005 hat die Britische Naturschutzbehörde DEFRA eine Langzeitstudie herausgegeben, welche darlegte/offen legte, dass sich über 50 Prozent der wandernden Greifvögel Populationen in der Region Afrika-Eurasien in einem schlechten Erhaltungszustand befinden.

Die Ergebnisse der Studie wurden von Großbritannien auf der 8. COP (Conference of Parties) 2005 in Nairobi (Kenia) von CMS präsentiert. Daraufhin wurde bei einem Vorbereitungs-treffen am Loch Lomond (UK) und anschließend in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) der Text des Raptors MoU ausverhandelt. Dort fand sich auch bereits eine, für ein Inkrafttreten des MoU, hinreichende Zahl von Zeichner-Staaten. Vor diesem Hintergrund trat am 1. November 2008 das Raptors MoU in Kraft. Bei der CMS-Vertragsstaatenkonferenz 2011 in Bergen traten Deutschland, einige weitere Staaten und auch die Europäische Union bei. Mittlerweile haben bereits 41 Staaten unterzeichnet (Stand 2012). Das erste Signatarstaatentreffen fand vom 9. bis 11. Dezember 2012 in Abu Dhabi (Vereinte Arabische Emirate), statt.

Im Anhang sind insgesamt 76 Arten von regelmäßig wandernden Greifvögeln aufgelistet. Dazu gehören die "Taggreifvögel" (Falconiformes), wie zum Beispiel Adler und Falken und die Eulen und Käuze (Strigiformes). Bedingung ist auch hier, dass es sich um periodisch wandernde Tiere handelt, da auch hier die CMS die Mutterkonvention darstellt.

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