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Nationaler Artenschutz

Rote Listen

Wildkatze im Wald
thinkstock.com/pum_eva

Rote Listen gefährdeter Arten werden seit 1966 von der International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), einer weltweit tätigen Naturschutzorganisation mit Sitz in Gland (Schweiz) zu den weltweit gefährdeten Tier- und Pflanzen-Arten veröffentlicht und sind seit einigen Jahren auch jährlich aktualisiert im Internet einsehbar. Auch einzelne Staaten und die Bundesländer geben entsprechende Listen heraus und auch für großräumige staatenübergreifende Regionen wie zum Beispiel für Europa oder für den Ostseeraum wurden "Rote Listen" erstellt. Diese werden international auch als "Rote Bücher" bezeichnet.

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Ursachen der Bedrohung

Ein Traktor transportiert abgeholzte Baumstämme aus dem Wald
Przykuta, Zrywka drewna 776, zugeschnitten von BMUB, CC BY-SA 3.0

Frei lebende Tier- und Pflanzenarten werden in Deutschland durch Vielzahl von Ursachen bedroht, so zum Beispiel durch die Zerstörung, Zerschneidung und Flächenverluste, Übernutzung, Verschmutzung natürlicher Lebensräume. Auch klimatische Veränderungen und die Verdrängung einheimischer Arten durch invasive Arten führen dazu, dass die Populationsgrößen gefährdeter Arten schrumpfen und diese daher einer verstärkten Gefahr des Aussterbens unterliegen.

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Instrumente

Blick nach oben, durch grüne Baumkronen, in den blauen Himmel
Smileus/fotolia.com

Die Bundesrepublik Deutschland wirkt auf vielfältige Weise am Erhalt bedrohter Tier- und Pflanzenarten mit. Zum einen wird durch die Gesetzgebung eine rechtliche Grundlage für den Artenschutz bereitgestellt, zum anderen durch die Förderung von Projekten der Schutz bestimmter Arten unterstützt. Beide Instrumentarien dienen der Reduzierung der Gefährdung bedrohter Arten.

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Invasive gebietsfremde Arten

Waschbär der hinter einem Zweig vorschaut
pixabay.com

Der weltweit zunehmende Warenverkehr und das vielfältige Angebot an Fernreisen bieten viele Annehmlichkeiten. Doch diese Globalisierung birgt auch ernste Gefahren in sich: Eine Vielzahl fremdländischer Tiere, Pflanzen und Pilze begeben sich ebenfalls auf Reisen. Einige gelangen absichtlich zu uns, andere unabsichtlich als blinde Passagiere. In einigen Fällen können sich die Neuankömmlinge etablieren, massenhaft vermehren und hier natürlich vorkommende Ökosysteme, Biotope oder Arten schädigen, zum Beispiel durch Verdrängung natürlich vorkommender Arten oder Veränderung der Vegetationsstruktur. In diesem Fall spricht man von invasiven Arten.

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Regionale Gehölze

Tausendjähriger Baum im Tiergarten "Ivenacker Eichen"
Barbara Eckholdt, Eichen Ivenack, zugeschnitten von BMUB, CC BY 3.0

Nach dem Paragraf 40 Absatz 4 BNatSchG sollen in der freien Natur nun vorzugsweise gebietseigene Herkünfte, also Pflanzen oder Saaten, die ihren genetischen Ursprung in der jeweiligen Region haben, bevorzugt verwendet werden. Ferner ist ab dem 1. März 2020 das Ausbringen von nicht-gebietseigenem Material nur noch mit Genehmigung möglich. Durch diese Regelung soll einer weiteren Verfälschung effektiv entgegengewirkt sowie Produktion und Verwendung gebietseigener Gehölzen und Saaten gefördert werden.

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Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Ein Wolf steht in einem verschneiten Waldstück
Thinkstock.com/Wim Verhagen

Das Bundesumweltministerium fördert die natürliche Rückkehr und Wiederausbreitung des Wolfes in Deutschland. Diese Absicht ist allerdings nicht völlig freiwillig, sie hat auch einen internationalen, rechtlichen Hintergrund, zu dessen Umsetzung Deutschland verpflichtet ist. Heute unterliegt der Wolf einer Reihe von Rechtsvorschriften auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene. So schützt ihn die Berner Konvention mit der Listung in Anhang II als streng zu schützende Tierart. Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (unter anderem Anhang IVa) stellt ihn europaweit unter strengen Schutz. Diese Rechtsvorschriften sind national im Bundesnaturschutzgesetz umgesetzt. Die EU erwartet von den Mitgliedstaaten, dass sie den Erhaltungszustand für diese und andere gefährdete Arten verbessert. Dies ist ein zentrales Ziel der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie.

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Artenschutz in Landwirtschaft und Bau

Traktor, der einen Pflug über ein Feld zieht
iStock.com/Lya Cattel

Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten finden in landwirtschaftlich genutzten Flächen zumindest partiell einen bedarfsgerechten Lebensraum. So sind landwirtschaftlich genutzte Gebiete solche, in denen auch streng geschützte Arten im Sinne des Artenschutzes vorkommen, wie zum Beispiel der Feldhamster (Cricetus cricetus), die Wildkatze (Felis silvestris) oder die Würfelnatter (Natrix tessellata). Bei der Durchführung der Bewirtschaftungsmaßnahmen ist daher besondere Rücksichtnahme auf die Lebensraumansprüche dieser Arten erforderlich.

Bebauungspläne werden durch die Gemeinden für einzelne Teile des Gemeindegebietes aufgestellt. Sie regeln die Art und Weise der möglichen Bebauung von Grundstücken, sowie die Nutzung von Grundstücken, welche unbebaut bleiben müssen. Bereits auf Planungsebenen, die dem Bebauungsplan vorausgehen, findet der Artenschutz Berücksichtigung. Dadurch sollen so früh wie möglich die Umweltauswirkungen bestimmter Vorhaben geprüft und schon in die Planung mit einbezogen werden.

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