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Nationale Naturmonumente

Blick auf die Bruchhauser Steine, die hinter Bäumen hervor schauen

Kleine Nationalparks oder große Naturdenkmäler?

Nationale Naturmonumente sind einzigartige Naturerscheinungen von bundesweiter Bedeutung. Sie können wichtige Zeugnisse der Natur- und Kulturgeschichte sein und bieten Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. Nationale Naturmonumente können mit ihrem besonderen Schutz in Verbindung mit einer behutsamen Besucherlenkung zu mehr Naturverstehen und Naturerleben für viele Menschen beitragen.

In Deutschland stellen Nationale Naturmonumente eine noch sehr "junge" Schutzgebietskategorie dar: Die Kategorie ist in Anlehnung an internationale Vorbilder 2010 in das deutsche Naturschutzrecht eingeführt worden.

Nationale Naturmonumente schützen Landschaftsausschnitte oder flächenhafte Naturerscheinungen, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit von herausragender Bedeutung sind. Oftmals im Zusammenwirken natürlicher und menschlicher Einflüsse entstanden, sind sie häufig Refugien für ganz besondere Lebensgemeinschaften. Bezogen auf ihre Größe ordnen sich Nationale Naturmonumente zwischen den deutlich größeren Nationalparks einerseits und den wesentlich kleineren Naturdenkmälern andererseits ein.

Ein Nationales Naturmonument unterliegt einem strengen Schutz, der jegliche Veränderung der geschützten Naturerscheinung ausschließt. Dieser herausgehobene Schutz ist auch als Auszeichnung zu verstehen. Er weist einerseits auf eine besondere Verantwortung hin und macht andererseits auf eine außergewöhnliche Attraktion aufmerksam. Ein gutes Schutzkonzept gehört deshalb ebenso dazu wie Angebote für Besucher, die das Besondere erlebbar und verständlich machen. Nationale Naturmonumente halten dazu an, sorgfältig mit dem umzugehen, was das kulturelle und natürliche Erbe aus vergangenen Zeiten überliefert hat.

BMUB/Foto: istock/Dmytro Kosmenko

Die Ivenacker Eichen in Mecklenburg-Vorpommern sind im August 2016 als erstes Nationales Naturmonument in Deutschland ausgewiesen worden. Auf rund 75 Hektar erstreckt sich ein historischer Hudewald, der durch jahrhundertlange Nutzung als Waldweide und später als Wildgatter entstanden ist. Er enthält fünf bis zu 1000-jährige Eichen, darunter die volumenreichste Eiche Europas.