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Nagoya-Protokoll

Das Nagoya-Protokoll ist ein völkerrechtlich bindender Vertrag, der den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung Vorteile aus ihrer Nutzung regelt.

Deutschland ist 2016 dem internationalen Abkommen zur Bekämpfung der Biopiraterie beigetreten. Das Nagoya-Protokoll wird innerhalb der EU durch die Verordnung (EU) Nummer 511/2014 umgesetzt. In Deutschland ist seit dem 1. Juli 2016 das Bundesamt für Naturschutz dafür zuständig zu kontrollieren, ob Nutzer genetischer Ressourcen in Deutschland die Regeln zu Zugang und Vorteilsausgleich befolgen.

Was beinhaltet das Nagoya-Protokoll?

Das Nagoya-Protokoll wurde auf der zehnten Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt im Jahr 2010 abgeschlossen. Es regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der Vorteile, die sich aus ihrer Nutzung ergeben. Häufig existieren in biodiversitätsreichen Weltregionen – zum Beispiel in Regenwäldern oder Korallenriffen – Pflanzen mit besonderen Eigenschaften. Diese können etwa zu Arzneimitteln oder Kosmetikprodukten weiterverarbeitet werden. Ziel des Nagoya-Protokolls ist es einerseits, zu gewährleisten, dass der Zugang zu solchen genetischen Ressourcen zu fairen und transparenten Bedingungen möglich ist. Andererseits sollen die Herkunftsländer in gerechter Weise an den Vorteilen, die sich aus der Nutzung ihrer Ressourcen ergeben, beteiligt werden. Auf diese Weise wird in den Herkunftsländern auch ein ökonomischer Anreiz für den dauerhaften Erhalt von biologischer Vielfalt gesetzt.