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Das Internationale Übereinkommen über die biologische Vielfalt

Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) ist mit seinen derzeit mehr als 190 Vertragsparteien das umfassendste verbindliche internationale Abkommen im Bereich Naturschutz und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen.

Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) gehört wie das Klimarahmenabkommen (UNFCCC) und die Wüstenkonvention (UNCCD) zu den drei völkerrechtlichen Verträgen, die bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 zur Unterzeichnung auslagen. Deutschland ist seit ihrem In-Kraft-Treten am 29. Dezember 1993 Vertragspartei der CBD. Die Federführung für das Übereinkommen über die biologische Vielfalt innerhalb der Bundesregierung liegt beim Bundesumweltministerium (BMUB).

Das Abkommen hat drei übergeordnete Ziele:

  • die Erhaltung biologischer Vielfalt (genetische Vielfalt, Artenvielfalt, Vielfalt der Lebensräume).
  • die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt,
  • die gerechte Aufteilung der aus der Nutzung genetischer Ressourcen gewonnenen Vorteile.

Die Vertragsstaatenkonferenz der CBD ist das oberste politische Entscheidungsgremium der Konvention. Die letzte Vertragstaatenkonferenz (VSK 13) tagte im Dezember 2016 in Cancun, Mexiko. Zwischen zwei Vertragsstaatenkonferenzen kommen das Nebenorgan für wissenschaftliche, technische und technologische Beratung (Subsidiary Body on Scientific, Technical and Technological Advice, SBSTTA), das Nebenorgan für die Umsetzung der Konvention (Subsidiary Body on Implementation, SBI) sowie weitere Arbeits- und Expertengruppen zu verschiedenen Themen und Arbeitsprogrammen der CBD zusammen. Die Nebenorgane erarbeiten jeweils Beschlussempfehlungen für die Vertragsstaatenkonferenzen der CBD.

2010 wurde der "Strategische Plan für Biodiversität 2011-2020" beschlossen. Dort werden fünf strategische Ziele durch 20 konkrete Handlungsziele, die sogenannten Aichi-Ziele, spezifiziert, um den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen und um sicher zu stellen, dass im Jahr 2020 die Ökosysteme widerstandsfähig sind und die essenziellen Ökosystemdienstleistungen für die gesamte Menschheit bereitstellen.

Chronologie der vergangenen Konferenzen