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Green IT-Initiative des Bundes

Informationstechnik ist für die Verwaltung unverzichtbar geworden. Mit dem kontinuierlich ansteigenden IKT-Einsatz in der Bundesverwaltung steigt jedoch auch sein Energieverbrauch. Die Bundesregierung hat mit dem Beschluss der Green-IT-Initiative des Bundes bereits frühzeitig auf diese Entwicklungen reagiert.

Ziele und Erfolge 2008-2013

Am 13. November 2008 wurde der Grundstein der Green-IT-Initiative gelegt und die nachhaltige Nutzung der Bundes-IT in zwei verbindlichen Zielen gestärkt:

  • Reduktion des durch den IT-Betrieb verursachten Energieverbrauchs in Höhe von 650 Gigawattstunden pro Jahr um 40 Prozent bis zum Jahr 2013.
  • Aufnahme des Energieverbrauchs in die Beschaffungskriterien von IT-Lösungen bei allen größeren Neuinvestitionen.

Dank der Green-IT-Initiative ist der IKT-Energieverbrauch der Bundesverwaltung seitdem trotz Leistungssteigerungen rückläufig. Der Erfolg bestätigte die Initiative und somit beschloss der IT-Rat Ende 2013 die Fortsetzung zunächst bis zum Jahr 2017.

Ziele und Erfolge 2014-2017

Um neuen Technologien und sich ändernden Umweltanforderungen und Rahmenbedingungen gerecht zu werden, wurden zudem neue Ziele im Beschluss 2013/11 verfasst, die es zu erreichen galt:

  • Konsolidierung des Zielwerts um 40 Prozent (auf 390 Gigawattstunden pro Jahr)
  • Umsetzung einer nachhaltigen IT-Beschaffung
  • Einführung von Bewertungskriterien für Rechenzentren ("Blauer Engel"), die Energie- und Ressourceneffizienz zum Ziel haben

In der Folge konnte die Initiative weitere Erfolge ausweisen. Im Jahr 2016 konnte mit einem real gemessenen Wert von 353 Gigawattstunden der Orientierungswert (390 Gigawattstunden pro Jahr) nicht nur erreicht, sondern deutlich unterschritten werden.

Im Jahr 2017 wurden allerdings erste Auswirkungen (auf den Energieverbrauch der Bundes-IT) der Betriebskonsolidierung im Rahmen der IT-Konsolidierung Bund spürbar.

Die IT-Konsolidierung Bund basiert auf drei Handlungssträngen:

  1. Betriebskonsolidierung: Konzentration der IT-Betriebe der unmittelbaren Bundesverwaltung – Übergang des IT-Betriebs der Behörden und Ressorts auf einen IT-Leistungsverbund (IT-Dienstleister)
  2. Dienstekonsolidierung: Konsolidierung der Bundes-IT auf Anwendungsebene um unnötige Doppel- und Mehrfachentwicklungen von IT-Systemen zu vermeiden
  3. Beschaffungsbündelung: Weitere Bündelung und Verbesserung der IT-Beschaffung der unmittelbaren Bundesverwaltung in wenigen IT-Beschaffungsstellen

Durch die IT-Konsolidierung Bund sollen Effizienzsteigerungen und damit Energieverbrauchseinsparungen erzielt werden. Es entstehen jedoch gerade in der Übergangsphase der Betriebskonsolidierung, Parallelbetriebe und damit erhöhte und verzerrte Energieverbräuche.

Ziele 2018-2022

Im Hinblick auf den IKT-Energieverbrauch öffentlicher Anwender gilt es nun, diese Veränderungen durch die Initiative zu berücksichtigen und zu dokumentieren. Um dies sicherstellen zu können, verabschiedete der IT-Rat im Sommer 2017 den Beschluss 2017/14 , in dem die Ziele der Initiative bis zum Jahr 2022 festgelegt wurden:

  • Konsolidierung des durch den IT-Betrieb verursachten Energieverbrauchs in der Bundesverwaltung mit dem Ziel, den Wert von 350 Gigawattstunden pro Jahr bis zum Jahr 2022 nicht zu überschreiten
  • Umsetzung einer nachhaltigen IT-Beschaffung, orientiert an den Vorgaben der Architekturrichtlinie und der Blaupause für die IT-Beschaffungsstrategie
  • Anwendung der Kriterien des "Blauen Engels" bei der Bewertung der Energie- und Ressourceneffizienz in Rechenzentren Die IT-Dienstleister orientieren sich beim Ausbau ihrer Dienstleistungszentren an diesen Kriterien und berichten jährlich.

Für Fragen rund um das Thema Green-IT sowie zur Green-IT-Initiative des Bundes steht die Geschäftsstelle Green-IT im Bundesumweltministerium gerne zur Verfügung.